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München - Jakob Johnson gelingt nach Markus Kuhn Außergewöhnliches in der NFL. An der Niederlage der New England Patriots gegen die Seattle Seahakws ändert das aber nichts.

Das ist schon geschichtsträchtig: Als erst zweitem deutschem Football-Profi ist Jakob Johnson ein Touchdown in der NFL gelungen. (Hier zum NFL-Spielplan 2020/21)

Bei der dramatischen 30:35-Niederlage der New England Patriots im Sunday Night Game gegen die Seattle Seahakws fing der Stuttgarter im dritten Viertel einen 1-Yard-Pass von Quarterback Cam Newton in der Endzone, sorgte damit für sechs Punkte den Zwischenstand zum 23:28.

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Zur Erinnerung: Zuvor hatte aus deutscher Sicht allein Markus Kuhn einen Touchdown in der NFL erzielt - 2014 in Diensten der New York Giants.

"Das wusste ich nicht. Aber das ist großartig. Ich bin mir sicher, dass ich das später auch realisieren werde", sagte Johnson. Kuhn gratulierte indes seinem Nachfolger. "Glückwunsch!!! Willkommen im Club", schrieb der ehemalige Defensive Tackle auf Twitter. 

Johnson macht es wie Markus Kuhn

Johnson spielt erst seine zweite Saison in der stärksten Football-Liga der Welt und war hierzulande für die Stuttgart Scorpions in der GFL aktiv.

Zu den Patriots war der 25 Jahre alten Fullback über ein Förderprogramm für internationale Spieler gestoßen. In seinem ersten NFL-Jahr hatte Johnson, der hauptsächlich als Blocker zum Einsatz kommt, einzig einen Pass für fünf Yards Raumgewinn gefangen.

Johnson avancierte nun zum ersten Spieler, der einen Touchdown-Pass von Cam Newton in Diensten der Patriots fing, nachdem dieser im Sommer den nach 20 Jahren abgewanderten Superstar Tom Brady ersetzt hatte. 

Für Newton wiederum, wertvollster Spieler (MVP) der Saison 2015/16, war es der erste Touchdown-Pass im Trikot der Patriots.

Newton setzt bei Patriots Akzente

An der Pleite gegen Seahakws konnte aber auch das nichts ändern. Die Franchise von Headcoach Bill Belichick ließ dabei 5 Touchdowns durch den überragenden Seahakws-Quarterback Russell Wilson zu.

Im Zuge eines 4-Yard-Touchdown von Tyler Lockett (Drive über 8:15 Minuten / 13 Plays) kamen die Patriots erst am Ende des Auftaktviertels beim Stand von 7:7 erstmals überhaupt wieder an den Ball.

Zwar ließ New England seinen ersten Drive dank Newton, der von der 1 selbst in die Endzone lief, ebenfalls in einen Touchdown münden. Kurz darauf indes warf Wilson bei seiner ersten Highlight-Aktion einen 54-Yard-Touchdown-Pass zu D.K. Metcalf, der für den erneuten Ausgleich sorgte und die Teams mit 14:14 in die Pause gehen ließ.

Danach zogen die Seahawks weiter an - Wilson fand gegen die schwache Patriots-Defense unter anderem David Moore für einen 38-Yards-Touchdown, danach noch Freddie Swain (21-Yard-TD). 

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Johnsons Touchdown-Coup ließ New England zwar noch einmal hoffen, ebenso Newton mit einem weiteren Touchdown, der Wilsons vorentscheidenden 18-Yard-Touchdown-Pass auf Chris Carson zuvor wieder ein wenig milderte.

Doch am Ende fanden die Patriots schlichtweg zu wenig Lösungen, um ihr Spiel aufzuziehen - und vor allem Wilson zu stoppen.

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