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München - Tom Brady setzt in der NFL weiter neue Maßstäbe. Der NFL-Superstar findet bei den Tampa Bay Buccaneers ideale Verhältnisse vor. Die Patriots stürzen ohne ihn ab.

Conference-Finale. Zum 14. Mal. In drei verschiedenen Jahrzehnten.

Es sind Zahlen, die lange weit jenseits jeglicher Vorstellungskraft lagen und selbst bei Konsolenspielen wie Madden als unrealistisch galten, da kaum jemand Spaß daran hat, über einen so langen Zeitraum ein Spiel zu dominieren.

Doch für NFL-Superstar Tom Brady gelten all die üblichen Maßstäbe nicht - er schafft einfach neue. (Alles zur NFL)

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Dies unterstrich der erfahrene Quarterback einmal mehr beim 30:20-Sieg seiner Tampa Bay Buccaneers gegen die New Orleans Saints um seinen alten Rivalen Drew Brees.

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Brady sorgt für Entscheidung gegen Saints

Der 43-Jährige zeigte dabei keineswegs seine beste Leistung - aber im Gegensatz zu dem ein Jahr jüngeren Brees leistete er sich keine spielentscheidenden Fehler (drei Interceptions) und sorgte mit einem Quarterback Sneak im Schlussviertel sogar selbst für die Entscheidung. (SERVICE: Alle Spiele und Ergebnisse)

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"Wir haben hart gearbeitet, um es zu bis hierher zu schaffen. Zwei Auswärts-Playoffsiege fühlen sich ziemlich süß an", sagte der sechsmalige Super-Bowl-Champion nach der Partie.

In der regulären Saison hatten Brady und seine Bucs noch beide Spiele gegen die Saints verloren. Doch als es darauf ankam, konnte sich das Team aus Florida auf die NFL-Ikone verlassen - wie es auch sein Ex-Team New England Patriots von ihm gewohnt war.

Brady macht Bucs besser - Patriots abgestürzt

Nachdem er es 13-mal mit den Patriots ins AFC Championship Game geschafft hat, ist es Brady nun auch zum ersten Mal in der NFC gelungen.

Mit ihm haben die Buccaneers bereits sechs Siege mehr als in der vergangenen Saison eingefahren – und zwei weitere könnten noch hinzukommen. Sein Ex-Team New England verschlechterte sich dagegen und kassierte ohne Brady fünf Niederlagen mehr. (SERVICE: Alle NFL-Divisions im Überblick)

Diese Verschlechterung um fünf Spiele gab es bei den Patriots zuvor 2008 schon einmal – wie es der Zufall will, war es ausgerechnet jene Saison, in der sich Brady im ersten Saisonspiel schwer verletzte und für die restlichen Spiele ausfiel.

Dementsprechend überrascht war auch Brady, dass die Patriots nicht verbissen um ihn kämpften, sondern ihn mehr oder weniger bereitwillig ziehen ließ.

Viel Unterstützung für Brady in Tampa Bay

Brady konnte somit bei einem neuen Team beweisen, dass er der zentrale Baustein für den Erfolg der Patriots war und diese vor allem wegen ihm so erfolgreich waren. Denn er funktioniert augenscheinlich auch außerhalb des Patriots-Systems.

Die Bucs waren gerne bereit, Brady für sein Vorhaben die nötige Unterstützung zu liefern. Bei der Franchise aus Tampa findet er eine bessere Defense als zuletzt bei den Patriots und vor allem bessere Anlaufstellen für seine Pässe vor.

Mit Mike Evans und Chris Godwin hat Brady zwei herausragende Receiver an seiner Seite - und mit Rob Gronkowski und Antonio Brown erfüllte die Franchise ihrem Superstar zwei weitere Wünsche, indem sie ihm wertvolle alte Bekannte an die Seite stellte.

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Kein Vergleich zur Vorsaison bei den Patriots, als er außer Star-Receiver Julian Edelman nur wenig Unterstützung hatte. In dieser Saison kann Brady dank des größeren Talents um ihn herum wieder mehr Risiko bei seinen Pässen eingehen, was sich auszahlt.

Brady gegen Frostkönig Rodgers gefordert

Mit Bruce Arians hat er zudem einen offensiv-orientierten Coach, der bereit ist, seine Taktik Bradys Spiel anzupassen. Während es zwischen Brady und Pats-Offensive-Coordinator Josh McDaniels zuletzt nicht mehr gepasst haben soll, haben Brady und Arians augenscheinlich einen guten Draht zueinander.

Zu guter Letzt ist auch das Wetter in der Stadt mit dem Spitznamen Sunshine City deutlich angenehmer für Quarterbacks und schließt kalte Hände bei Heimspielen praktisch aus.

Im NFC Championship Game bei den Green Bay Packers wird sich Brady gegen Frostkönig Aaron Rodgers allerdings umstellen müssen. In Green Bay herrschen im Januar in der Regel Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schneeschauer sind keine Seltenheit.

Doch Brady wird sich auch davon nicht aus der Ruhe bringen lassen. Schließlich wartet mit der 10. Super-Bowl-Teilnahme die nächste Marke, die vor zehn Jahren noch als unvorstellbar galt.

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