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Leon Draisaitl muss die nächste Niederlage hinnehmen
Leon Draisaitl durchlebt gerade eine Schwächephase © Getty Images
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München - Leon Draisaitl ist in der NHL auf Rekordkurs, schreibt in der Defensive aber schlechte Statistiken. Wird ihm seine viele Einsatzzeit zum Verhängnis?

Platz zwei in der Scorerliste der NHL, mit 62 Scorerpunkten in 42 Spielen (23 Tore, 39 Assists) auf Rekordkurs und zum zweiten Mal in Folge ins All-Star-Team der NHL berufen.

Für Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers hätte das Jahr eigentlich kaum besser beginnen können, der Deutsche hätte allen Grund zum Feiern. (NHL: Boston Bruins - Edmonton Oilers ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+)

Stattdessen ist die Laune Draisaitls im Keller: "Ich kann nicht für andere sprechen, sondern nur für mich. Natürlich weiß ich, dass ich ziemlich sch*** gewesen bin zuletzt. Sorry für meine Worte", sagte er der Edmonton Sun.

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Draisaitl schwächelt in der Defensive

Weitgehend unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit hat Draisaitl zuletzt schlechte Statistiken geschrieben - in der Defensive. In seinen letzten vier Spielen war er bei elf Gegentoren mehr als bei eigenen Treffern auf dem Feld, seit dem 23. November kommt er in dieser Bilanz auf kein positives Ergebnis mehr. In den letzten 16 Spielen lautet seine Bilanz -25.

"Wir sind jedes Gegentor durchgegangen und er hat einige Minusse gesammelt, bei dem die Fehler nichts mit ihm zu tun hatten. Er war halt auf dem Eis", erklärte Head Coach Dave Tippett. "Es gibt aber auch einige Dinge, die er verbessern kann. Darüber haben wir in den letzten Tagen gesprochen."

Draisaitl soll sich in den Sitzungen sehr selbstkritisch verhalten und seine Meinung genauso ehrlich wie zu den Journalisten geäußert haben. "Er ist sich bewusst, wo er steht und wie er selbst spielen will. Jeder Spieler muss Widrigkeiten überwinden. Wenn er das schafft, wird ihm das gut tun in seiner Entwicklung."

Draisaitl leidet unter Belastung

Der 24-Jährige leidet darunter, dass er mehr Minuten pro Spiel als jeder andere Stürmer in der NHL absolviert (22:39 Minuten/Spiel). Draisaitl war an unfassbaren 157 Bullies mehr auf dem Eis als jeder andere seiner Teamkollegen.

Auch wenn Coach und Spieler betonen, dass die Müdigkeit keine Rolle spielt - Draisaitl und sein kongenialer Oilers-Kollege Connor McDavid sind die beiden einzigen Stürmer unter den 50 NHL-Spielern mit der meisten Eiszeit. Der deutlich leichtere Spielplan im Januar und die zwölf Tage dauernde Pause wegen des All-Star-Turniers ab 19. Januar dürften Draisaitl dringend benötigte Spritzigkeit und Zeit zum Durchatmen geben, um die Oilers im Playoff-Rennen zu halten.

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"Ich war immer gut darin, mein eigenes Spiel anzupassen. Ich habe kein Problem damit, zu sagen, dass ich nicht meinen Fähigkeiten entsprechend gespielt habe", erklärte Draisaitl. "Aber diese Schwächephasen passieren. Vielleicht dauern sie für mich ein bisschen zu lange, aber ich wurde danach immer ein besserer Spieler und ich glaube, das wird auch diesmal passieren."

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Schließlich will der deutsche Superstar künftig wieder positive Schlagzeilen schreiben.

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