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Leon Draisaitl nimmt die magische Marke von 100 Scorerpunkten in der NHL und führt seine Edmonton Oilers zum Sieg. Der Deutsche ist einmal mehr der Mann des Spiels.

Angekommen am nächsten "besonderen Meilenstein" seiner Eishockey-Karriere machte sich Leon Draisaitl Sorgen um sein Image.

Allzu lange wollte sich der Ausnahmespieler der Edmonton Oilers nämlich nicht mehr mit der magischen 100-Punkte-Marke aufhalten.

"Das ist jetzt geschafft, nun geht es darum, die Playoffs zu erreichen", sagte Draisaitl: "Das habe ich schon millionenmal gesagt, ihr denkt bestimmt, ich bin langweilig."

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Draisaitl schon bei 102 Scorer-Punkten in der NHL

"Boring" ist der gebürtige Kölner für die Berichterstatter in der NHL sicher nicht, ganz im Gegenteil: Draisaitl ist momentan die Attraktion der besten Eishockey-Liga der Welt.

Mit zwei Toren und einer Vorlage beim 3:2 gegen die Winnipeg Jets schraubte er seine Ausbeute in dieser Saison auf 102 Punkte. Nach den 105 Punkten im Vorjahr ist Draisaitl nun auf dem Weg, als erster Deutscher die Art Ross Trophy für den besten Scorer zu gewinnen.

Elf Punkte beträgt sein Vorsprung auf den ersten Verfolger, 17 Spiele stehen für die Oilers noch aus. Gerne würde Draisaitl die individuelle Auszeichnung mitnehmen, wenn gleichzeitig der Erfolg mit dem Team stimmt.

Zufrieden nahm er zur Kenntnis, dass die kanadischen Konkurrenten im Kampf um die Endrunde aus Calgary und Vancouver ebenso patzten wie die Nashville Predators.

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"Er ist solch ein Pferd auf dem Eis"

In Edmonton dürfen sie langsam für die Playoffs planen, weil Draisaitl immer besser wird. Längst gilt er als Anwärter auf die Hart Memorial Trophy, die der wertvollste Spieler der Hauptrunde erhält.

"Er ist solch ein Pferd auf dem Eis", sagte Goalie Mike Smith hochachtungsvoll über seinen Teamkollegen und Anführer. Manchmal müsse man sich kneifen und sich "daran erinnern, dass er mit seinen 24 Jahren noch immer ein Baby ist".

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Trainer feiert "Bestie" Draisaitl

Trainer Dave Tippett bezeichnet seinen Führungsspieler lieber als "Bestie", er findet kaum noch Superlative für Draisaitl, der in dieser Saison selbst seinem Teamkollegen Connor McDavid den Rang abgelaufen hat.

Der 23 Jahre alte Kanadier gilt immerhin als bester Eishockeyspieler der Welt. Draisaitl überzeugt Tippett "in allen Situationen - im Powerplay, in Unterzahl, beim Bully".

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Auch Torwart Smith kommt aus dem Staunen kaum noch heraus. "Er leistet so viel für unser Team und das mit der Ausstrahlung, stets der Beste sein zu wollen. Das macht ihn zu einem so besonderen Spieler", sagte Smith.

Draisaitl schafft historische Leistung

Statistiken drücken Draisaitls Wert für die Oilers kaum besser aus, aber auch die Zahlenfreaks kommen beim deutschen Nationalspieler auf ihre Kosten:

Als 43. Spieler in der NHL-Geschichte schaffte Draisaitl zwei 100-Punkte-Saisons in Folge, nur sieben knackten die Marke in den vergangenen 26 Jahren schneller, wie die Liga mitteilte.

Egal, was Draisaitl dazu sagt: Langweilig wird es mit ihm bestimmt nicht - schon gar nicht in den Playoffs.

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