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Jennifer Geerties (l.) und Marie Schölzel stehen beim Olympia-Quali-Turnier so gut wie im Halbfinale © imago
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Köln - Die deutschen Volleyballerinnen schlagen beim Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele auch Belgien, machen es aber in jedem Satz spannend.

Louisa Lippmann schrie ihre ganze Erleichterung heraus, erst spät stahl sich ein zufriedenes Lächeln auf ihre Lippen.

Am Ende war es der fünfte Matchball, der den deutschen Volleyballerinnen beim Olympia-Qualifikationsturnier in Apeldoorn den zweiten Sieg einbrachte. Gegen Belgien leistete die Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski beim 3:1 (33:31, 26:24, 24:26, 25:22) Schwerstarbeit. 

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"Das war ein super hartes Spiel, wir haben eine unglaubliche Intensität auf dem Platz gezeigt. Den freien Tag brauchen wir jetzt unbedingt, wir haben unsere ganze Energie und Kraft in diesen Sieg gesteckt", sagte Spielführerin Denise Hanke und ließ sich zu einem Tänzchen mit dem Maskottchen hinreißen.

Coach Koslowski: Super Ausgangsposition 

Koslowski bescheinigte seinen Schützlingen eine "super Ausgangsposition im Kampf um das Halbfinale" und lobte die Nervenstärke der Mannschaft. "Am Ende sind wir in den entscheidenden Situationen immer da und machen die wichtigen Punkte", so der 35-Jährige.

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Nach dem Überraschungserfolg zum Auftakt gegen die Türkei steht die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) mit großer Wahrscheinlichkeit in der Runde der letzten Vier. Zum Abschluss der Gruppenphase geht es am Freitag gegen Kroatien (13.30 Uhr). Mit der Maximalausbeute von sechs Punkten kann die deutsche Mannschaft nur noch rein rechnerisch von den ersten beiden Rängen in der Gruppe B rutschen.

24 Stunden nach dem starken Auftakt gegen die favorisierten Türkinnen agierte das Koslowski-Team in Block und Feldabwehr gegen Belgien zu Beginn zu passiv und ließ den Gegner davonziehen. Belgien spielte sehr variabel, die Deutschen hatten kaum etwas entgegenzusetzen. Es fehlte zunächst an der nötigen Aggressivität, um die Gegnerinnen ernsthaft unter Druck zu setzen.

Deutschland wehrt sechs Satzbälle ab

Dank einer Aufschlagserie von Camilla Weitzel gelang in der entscheidenden Phase der Ausgleich, das Team behielt die Nerven, wehrte sechs Satzbälle ab und holte sich das 1:0. Auch den zweiten Satz entschied der Vize-Europameister von 2013 knapp für sich, die Mannschaft tankte zusehends Selbstvertrauen.

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Belgien gab jedoch nicht auf und holte sich den dritten Durchgang, Deutschland vergab zwei Matchbälle. Der Ärger über die unnötige Verlängerung verlieh der Mannschaft den entscheidenden Antrieb, trotz heftiger Gegenwehr des Gegners sorgte Lippmann mit ihrem 30. Punkt für den verdienten Sieg.

Neben der erneut starken Diagonalangreiferin überzeugte auch Hanna Orthmann mit 25 Zählern.

Beim Turnier in den Niederlanden kämpfen bis Sonntag acht Mannschaften um das Ticket für Tokio, nur der Sieger darf zu den Sommerspielen (24. Juli bis 9. August). In der Parallelgruppe spielen neben dem Gastgeber Bulgarien, Polen und Aserbaidschan. Die beiden Besten der zwei Gruppen kommen ins Halbfinale. Zuletzt hatte sich eine deutsche Frauen-Mannschaft 2004 für Olympia qualifiziert.

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