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Im Finale um die Deutsche Meisterschaft im Frauen-Volleyball gleicht der SSC Palmberg Schwerin in der Serie aus. Dabei zeigt das zweite Match ein skurriles Auf und Ab.

Es war das lang erwartete zweite Aufeinandertreffen der beiden besten Teams Deutschlands im Frauen-Volleyball. Nach dem tollen Auftaktmatch in Stuttgart waren die Fans gespannt, wie Schwerin nach der Niederlage reagieren würde. Die Reaktion in Form des 3:1 (25:17, 18:25, 25:14, 26:24)-Erfolgs gefiel den Fans in der PALMBERG ARENA.

Die Schwerinerinnen legten sofort los wie die Feuerwehr. Bevor die Stuttgarterinnen wussten, wie ihnen geschah, stand es bereits 9:2 für die Gastgeberinnen. Danach verwaltete das Team um Kimberly Drewniok den Statz nur noch und kam zu einem ungefährdeten 25:17-Erfolg.

Aber die Gäste ließen den Kopf nicht hängen und starteten nun ihrerseits furios in den zweiten Satz. Jetzt waren es die Schwäbinnen, die von Beginn an davonstürmten und dem Gegner nicht den Hauch einer Chance gaben. Mit 25:18 gaben sie ein ebenso deutliches Statement ab, wie Schwerin in Satz eins.

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Ein komisches Auf und Ab

Doch irgendwie hatte das heutige Match einen komischen Verlauf. So souverän, wie Stuttgart Satz zwei gewinnen konnte, so nervös kamen sie in Satz drei. Nun war es wieder Schwerin, das am Drücker war und den Satz von Beginn an dominierte. Am Ende überrollten sie ihre Kontrahentinnen regelrecht mit 25:14.

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Würde der vierte Satz nun gemäß der Regel wieder eine klare Geschichte für Stuttgart werden? Nein, es gibt eben keine Regel ohne Ausnahme. Diesmal riss sich das Team von Coach Felix Koslowski zusammen und ging konzentriert in den vierten Satz. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase legten die Gastgeberinnen einen Zwischenspurt zum 14:9 hin.

Aber Stuttgart gab sich nicht geschlagen und kämpfte sich Punkt für Punkt wieder heran. Bei 23:23 stand der Satz dann Spitz auf Knopf. Den ersten Matchball konnte Stuttgart noch abwehren. Aber der zweite Matchball war dann das goldene Los zum Sieg und Ausgleich in der Serie für Schwerin.

Der Aufschlag war heute entscheidend

"Die ersten drei Sätze konnte sich jeweils ein Team absetzen. Der vierte Satz war dann super spannend. Aber ich glaube, man gemerkt, dass wir es heute etwas mehr wollten", fasste Schwerins Libera Anna Pogany das Spiel zusammen.

"Wir haben einfach die Anfänge der Sätze ein bisschen verpennt. Und in der Angabe konnten wir auch nicht so den Druck machen," versuchte sich Stuttgarts Zuspielerin Pia Kästner in einer Erklärung.

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Bei den Gastgeberinnen überzeugte vor allem Kimberly Drewniok mit 13 Punkten. Bei den Stuttgarterinnen war Krystal Rivers mit zehn Punkten beste Scorerin. Bei den Blockpunkten lagen die Schwäbinnen sogar leicht vorne. Ausschlaggebend war heute aber die Aufschlagstärke Schwerins. Allein zehn direkte Punkte verbuchten die Frauen von der Küste.

Das dritte Spiel findet am Sonntag wieder in Stuttgart statt und wird LIVE auf SPORT1 übertragen (Allianz MTV STuttgart - SSC Palmberg Schwerin, Sonntag, ab 17.00 Uhr LIVE auf SPORT 1 im Free-TV und Livestream)

Das Spiel im Überblick:

SSC Palmberg Schwerin - Allianz MTV Stuttgart 3:1 (25:17, 18:25, 25:14,26:24)
Playoff-Stand: 1:1

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