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Deutschlands Volleyball-Frauen bei der WM
Deutschlands Volleyball-Frauen bei der WM © Imago
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München - Die deutschen Volleyballerinnen wollen die WM versöhnlich beenden. Der nächste Gegner Puerto Rico scheint auf Augenhöhe. SPORT1 zeigt die Partie im LIVESTREAM.

Nach der 0:3-Niederlage gegen Serbien sind die Top Sechs bei der WM in Japan für die deutschen Volleyballerinnen zwar außer Reichweite. Das Team von Bundestrainer Felix Koslowski möchte sich aber dennoch versöhnlich aus der zweiten Gruppenphase verabschieden und am Ende unter den zehn besten Nationen der Welt landen.

Koslowskis Team hat es immer noch selbst in der Hand, mit zwei Erfolgen das gesteckte Ziel einer Top-Ten-Platzierung zu erreichen. (Tabellen der Volleyball-WM). Um dieses Ziel zu erreichen, soll am Mittwoch ein Sieg gegen Puerto Rico her (9.10 Uhr MESZ im LIVESTREAM auf SPORT1.de).

SPORT1 überträgt alle Spiele der deutschen Frauen bei der Volleyball-WM LIVE im STREAM und begleitet sie zusätzlich im LIVETICKER.

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Verletzte Schölzel fiebert mit

Dem Team nicht helfen kann Marie Schölzel. Die Mittelblockerin des SSC Palmberg Schwerin verletzte sich kurz vor dem Turnier. Sie zog sich nach Angaben ihres Vereins einen Bänderriss und einen Haarriss im Sprunggelenk zu. Im Interview mit SPORT1 spricht sie über ihren schweren Rückschlag und beurteilt die bisherigen Leistungen ihrer Kolleginnen.

SPORT1: Marie, im wirklich letzten Training vor Abreise haben Sie sich verletzt. Was war Ihr erster Gedanke?

Marie Schölzel: Ich hatte einfach unfassbare Angst, dass dieser eine Moment mir die Weltmeisterschaft nimmt. Dann habe ich einfach nur gehofft das nichts Schlimmes passiert und ich es noch schaffe, zum ersten Spiel wieder fit zu sein. Ich hatte am Abend dann gleich ein MRT, da war klar, dass etwas mehr im Sprunggelenk kaputt gegangen ist. Am nächsten Tag war ich in Heidelberg, um noch ein CT und Röntgenbilder zu machen. Daraufhin wurde dann ein Behandlungsplan entwickelt.

SPORT1: Fiebern Sie trotz des Rückschlags mit Ihren Kolleginnen mit?

Schölzel: Ich schaue alle Spiele der Mannschaft und versuche, auf verschiedenen Wegen möglichst viel mitzubekommen.

SPORT1: Haben Sie Kontakt zu den Mädels vor Ort?

Schölzel: Ich habe mit verschieden Mädels Kontakt, versuche sie zu unterstützen, so gut es eben von hier geht.

Schölzel: "Die Mannschaft kämpft unglaublich hart"

SPORT1: Was beurteilen Sie das bisherige Abschneiden?

Schölzel: Ich bin stolz auf die Mannschaft. Sie haben schon ein paar super Spiele gezeigt und das Ziel Top 10 ist auf jeden Fall drin. Es war schade, dass wir den Punkt gegen Holland nicht holen konnten. Dafür haben wir ein unglaubliches Spiel gegen Brasilien hingelegt und gewonnen. Das war wirklich der Hammer!

SPORT1: Das Spiel gegen Brasilien war ein absolutes Highlight, die Niederlage gegen Serbien erwartbar. Was glauben Sie ist jetzt noch drin?

Schölzel: Unser Ziel in die Top 10 zu kommen rückt in greifbare Nähe und ich denke, die Mädels packen das.

SPORT1: Was sagen Sie zur Chemie in der Mannschaft?

Schölzel: Wir sind den Sommer über als Mannschaft gut zusammengewachsen. Ich habe mich im Team sehr wohl gefühlt, auch in Japan stimmt die Chemie. Man merkt natürlich, dass die vielen Spiele Kraft kosten. Aber die Mannschaft kämpft so unglaublich hart, es macht wirklich Spaß mitzufiebern.

SPORT1: Ihr Verein Schweriner SC hat aufgrund Ihrer Verletzung eine neue Spielerin verpflichtet. Wie sieht Ihre Planung für den Verlauf der Saison aus? Wie lange werden Sie wahrscheinlich ausfallen?

Schölzel: Als erstes muss ich natürlich wieder gesund werden, im Moment trage ich noch einen Spezialschuh. Auch danach wird es noch einige Zeit dauern, bis ich wieder zu 100 Prozent fit bin. Da muss ich die Geduld behalten und werde hart dafür arbeiten, wieder aufs Feld zu kommen.

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