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Eiskunstlauf-WM in Saitama mit Kurzprogramm und Paarlauf , Nicole Schott zeigte bei der WM in Japan ein fast fehlerfreies Kurzprogramm
Nicole Schott zeigte bei der WM in Japan ein fast fehlerfreies Kurzprogramm © Getty Images
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Die deutschen Eiskunstläufer präsentieren sich bei der WM in Japan in starker Verfassung. Bei den Damen überrascht Nicole Schott im Kurzprogramm.

Persönliche Bestleistungen und gute Ausgangspositionen: Die deutschen Eiskunstläufer haben zum Auftakt der Weltmeisterschaften im japanischen Saitama positiv überrascht.

Rang zwölf für Nicole Schott nach dem Kurzprogramm der Damen kam ebenso unerwartet wie der zehnte Platz der Berliner Paarläufer Minerva-Fabienne Hase und Nolan Seegert, die im Zwischenklassement Zehnte sind. Nicht ganz Schritt halten konnten da als 16. Annika Hocke und Ruben Blommaert denen während ihrer Kurzkür zu viele Patzer unterliefen.

Schott zeigt starkes Kurzprogramm 

Ganz im Gegensatz zu Schott: Die 22 Jahre alte Sportsoldatin zeigte nach einer bislang schwachen nach-olympischen Saison eine nahezu makellose Vorstellung. Nach dem Ende des Programms zur Musik aus dem Musical "Ghost" fuhr die Olympia-18. freudestrahlend vom Eis und fiel ihrem Trainer Michael Huth um den Hals.

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"Ich hatte zuletzt gut trainiert, das hat mir Selbstvertrauen gegeben", sagte Schott, die sich vor ihrem Auftritt zur Lockerheit zwang: "Ich wollte mich einfach nur freuen und Spaß am Eislaufen haben." Es gelang.

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Russisches Paar führt

An die Paarlauf-Spitze setzten sich die letztjährigen Europameister Jewgenija Tarasowa und Wladimir Morosow. Dem Duo aus Russland am nächsten kamen die beiden chinesischen Paare Sui Wenjing und Han Cong sowie Peng Cheng und Jin Yang. Keine Titelchance mehr haben die aktuellen europäischen Titelträger Vanessa James und Morgan Cipres aus Frankreich auf Rang sieben.

Eine noch bessere Platzierung der EM-Sechsten Hase/Seegert verhinderte eine unsaubere Landung der 19-Jährigen beim dreifachen Toe-Loop. "In diesem Moment hat mich wohl der Jetlag getroffen, schon am Morgen beim Abschlusstraining habe ich das gespürt", sagte Hase.

Hocke mit unglücklichem Sturz 

Weniger glücklich war Teamkollegin Hocke, die beim gleichen Sprung stürzte und die Landung des dreifachen Wurf-Rittbergers mit dem zweiten Fuß absichern musste. "Aber wir wollen mit einer besseren Kür auf jeden Fall den zweiten deutschen Startplatz verteidigen", sagte Hockes Partner Blommaert. Beide Paare müssen dafür mindestens die gemeinsame Platzziffer 28 erreichen.

Vor einem grandiosen Comeback steht Alina Sagitowa. Ein Jahr nach ihrem desaströsen Auftritt bei der WM in Mailand geht die Olympiasiegerin aus Russland mit klarem Vorsprung in das Kürfinale am Freitag (9.30 Uhr/Eurosport1 und ONE) Die 16-Jährige erhielt 82,08 Punkte und distanzierte damit die Japanerin Kaori Sakamato (76,86) sowie Elisabet Tursinbajewa aus Kasachstan (75,96).

Neben den Paarläufern greifen am Donnerstag die Herren erstmals ins WM-Geschehen ein. Ab 8.00 Uhr steht das Kurzprogramm mit dem deutschen Meister Paul Fentz auf dem Programm. Der Berliner muss dabei gleich als erster von insgesamt 35 Athleten auf das Eis.

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