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Arnd Peiffer ist nach dem Dopingskandal im Langlauf wütend
Arnd Peiffer ist nach dem Dopingskandal im Langlauf wütend © Getty Images
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Arnd Peiffer kritisiert den Dopingskandal um die österreichischen Langläufer aufs Schärfste. Auch Denise Herrmann und Laura Dahlmeier sind schockiert.

Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer hat nach dem jüngsten Dopingskandal die österreichischen Skilangläufer aufs Schärfste kritisiert.

"Da frage ich mich, was da los ist. Das sind für mich Idioten, die unseren ganzen Sport in Verruf bringen", sagte Peiffer der Sport Bild: "Ich war erschüttert, dass so etwas wieder vorkommt. Vor allem bei den Österreichern." (Biathlon-WM: Die Mixed-Staffel am Do. ab 16.15 Uhr im LIVETICKER)

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Der 31-Jährige zählte die zurückliegenden Doping-Skandale auf, in die Skilangläufer aus der Alpenrepublik verwickelt gewesen waren. "Nach Turin 2006, Johannes Dürr 2014 und Harald Wurm 2016 nun das", sagte Peiffer mit Blick auf das bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld ausgelöste Beben.

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Dahlmeier "total schockiert"

Den Biathlon-Weltverband IBU sieht er in Sachen Anti-Doping-Kampf indes auf einem guten Weg. "Was dort im Moment passiert, stimmt mich zuversichtlich. Es geht viel in Richtung mehr Transparenz, hoffentlich geht das so weiter", sagte Peiffer, der allerdings nicht glaubt, dass "die Vorkommnisse rund um die Olympischen Spiele 2014 jemals restlos aufgeklärt werden können".

Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier will während der Biathlon-WM in Östersund "nicht tagtäglich" mit dem Dopingskandal von Seefeld konfrontiert werden - weil sie und das deutsche Team "absolut sauber" seien und "damit gar nichts zu tun" hätten. "Wir tun alles, was in unserer Macht steht, es gibt ständig Dopingkontrollen. Ich habe den Arzt in Erfurt namentlich nicht mal gekannt, es gibt keinen persönlichen Bezug", sagte Dahlmeier.

Die Razzien während der Nordischen Ski-WM in der vergangenen Woche hatten Dahlmeier "total schockiert und die gesamte Szene erschüttert. Es ist deshalb schon wichtig", sagte die 25-Jährige vor der Mixed-Staffel am Donnerstag (16.15 Uhr/ARD und Eurosport), "einmal ein klares Statement abzugeben". 

Herrmann: "Wie ein schlechter Film"

Der österreichische Skilangläufer Max Hauke war am Rande der Nordischen Ski-WM in Seefeld bei einer Razzia mit einer Bluttransfusion im Arm ertappt worden. Mittlerweile haben insgesamt neun Sportler ein Geständnis abgelegt und ihre Beteiligung am Doping-Netzwerk des Erfurter Sportmediziners Mark S. eingeräumt.

Dahlmeiers Teamkollegin Denise Herrmann war vor allem von den Bildern mit Hauke schockiert. "Es zu hören ist nochmal etwas anderes, als es dann zu sehen. Das war wie ein schlechter Film", sagte die ehemalige Langläuferin: "Das war für den Sport allgemein schlecht."

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