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Die deutschen Kombinierer wollen mit der Staffel bei der WM in Seefeld nach dem enttäuschenden Einzelwettkampf wieder in gewohnte Höhen zurück
Die deutschen Kombinierer wollen mit der Staffel bei der WM in Seefeld nach dem enttäuschenden Einzelwettkampf wieder in gewohnte Höhen zurück © Getty Images
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Nach den enttäuschenden Ergebnissen im Einzel bei der WM in Seefeld sinnen die deutschen Kombinierer um Eric Frenzel im Teambewerb auf Revanche.

Die Pleite hat gesessen, doch die "Dominierer" brennen auf Revanche: Nach der herben Niederlage im Einzel wollen Eric Frenzel und Co. am Samstag im Dreikampf mit dem Erzrivalen Norwegen und dem starken Gastgeber Österreich die Verhältnisse in der Nordischen Kombination wieder zurechtrücken. "Die Staffel ist für uns eine riesige Chance", sagt Bundestrainer Hermann Weinbuch vor dem WM-Showdown in Seefeld.

Als Titelverteidiger und Olympiasieger von Pyeongchang geht das DSV-Quartett automatisch als Favorit in den letzten WM-Wettkampf (Nordische Ski-WM: Der Staffel-Wettbewerb in der Kombination ab 11.00 im LIVETICKER).

"Wir wollen ganz vorne mitkämpfen - das Potenzial dazu haben wir. Wir müssen einfach unsere Leistung zeigen, dann ist alles drin", sagt Frenzel, der sein drittes Gold der Titelkämpfe anpeilt.

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Norwegen und Österreich stark im Einzel 

Doch die Konkurrenz hat aufgeholt. Vor allem der ewige Kontrahent Norwegen mit dem neuen Weltmeister Jarl Magnus Riiber könnte dem Weinbuch-Team gefährlich werden: Die vier Norge-Athleten belegten am Donnerstag die Ränge 1, 6, 9 und 21, die besten vier Starter des DSV-Teams dagegen die Plätze 8, 14, 16 und 17. Zudem ist Österreich zurück in der Weltspitze. 

Angeführt von Bernhard Gruber lief das Austria-Quartett sogar auf die Plätze 2, 4, 7 und 15. Um erneut nach Gold zu greifen, muss das DSV-Quartett vor allem seine Probleme auf der Toni-Seelos-Schanze in den Griff bekommen.

Dort waren am Donnerstag die Medaillenträume schon früh geplatzt. "Auf der Schanze sind wir unter Wert geschlagen worden", sagt Johannes Rydzek, der als Achter noch für das beste Ergebnis sorgte. Nun gelte es, noch einmal alle Kräfte zu bündeln: "Auch in der Loipe hat der eine oder andere von uns noch mehr drin. Das heißt es herauszukitzeln."

Olympische Gold-Besetzung wieder gemeinsam in der Staffel

In der Tat hielt sich unter anderem Frenzel am Donnerstag extra zurück, als der Rückstand zur Spitzengruppe nicht kleiner wurde. Er habe "das Rennen ordentlich zu Ende gelaufen, um für Samstag noch ein paar Körner zu sparen", sagte der Rekordweltmeister. Auch Fabian Rießle kämpfte nicht mehr um jeden Meter, bei Vinzenz Geiger machte sich die vor der WM eingefangene Erkältung bemerkbar. In der Staffel soll der Oberstdorfer dennoch laufen, damit wäre der Gold-Vierer von Pyeongchang wieder vereint.

Gelingt WM-Hattrick nach langer Durststrecke?

Als Selbstverständlichkeit sollte der Titel indes nicht angesehen werden. Zwar gewann Deutschland 2015 und 2017 jeweils WM-Gold, zuvor lag allerdings ein "Fluch" auf dem Rennen: Nach dem WM-Triumph 1987 in Oberstdorf - mit dem heutigen Bundestrainer Hermann Weinbuch - hatte es 14 WM-Staffeln in Folge ohne deutschen Sieg gegeben, ehe die schwarze Serie in Falun endlich endete.

In Seefeld soll nun der "Hattrick" gelingen, Norwegen und Österreich haben allerdings bereits eine Kampfansage an die Platzhirsche aus Deutschland gerichtet. "Es wird definitiv eine spannende Veranstaltung, davon bin ich überzeugt", sagt Rydzek.

So können Sie die Nordische Ski-WM LIVE verfolgen: 

TV: ZDF, Eurosport

Stream: zdf.de, EurosportPlayer

Ticker: SPORT1.de

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