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Felix Loch kämpft nach wie vor um seine Form
Felix Loch kämpft nach wie vor um seine Form © Getty Images
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Die deutschen Rodler gehen bei der WM in Sotschi leer aus. Felix Loch enttäuscht. Johannes Ludwig verpasst Edelmetall nur knapp. Die Team-Staffel überzeugt jedoch.

Die deutschen Rodler um den erneut enttäuschenden Titelverteidiger Felix Loch haben bei der WM in Sotschi die erhoffte Medaille verpasst.

Beim Triumph des russischen Favoriten Roman Repilow auf seiner Heimbahn fuhr Johannes Ludwig als bester Deutscher auf den vierten Rang. Loch war indes chancenlos und kam nicht über Platz neun hinaus.

"Es ist sehr, sehr ärgerlich, es hat einfach nicht funktioniert", sagte Loch im ZDF: "Mein Start war nicht gut, aber wir müssen uns in einigen Dingen hinterfragen. Auch mit unserem Material stimmt etwas nicht, so können wir nicht weitermachen. Sonst fahren die anderen uns weiter um die Ohren."

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Silber und Bronze ging an Österreich, Jonas Müller wurde Zweiter vor Ex-Weltmeister Wolfgang Kindl. Ludwig hatte einen starken ersten Lauf hingelegt und lag zunächst auf Bronzekurs. Ein Fehler am Start des zweiten Durchgangs warf ihn dann zurück. Loch war am Sonntag dagegen nie auf Augenhöhe mit der Weltspitze. Der zweimalige Olympiasieger ist in diesem Winter weiterhin ohne Sieg und hält nun keinen großen Titel mehr.

Gold für deutsche Team-Staffel

Immerhin sorgte die deutsche Team-Staffel zum Abschluss am Sonntag für Jubel. Julia Taubitz, Ludwig und Toni Eggert/Sascha Benecken holten sich Gold vor Lettland und den USA. Der Topfavorit Russland wurde disqualifiziert, weil Jekaterina Katnikowa das Touchpad verfehlte. "Das hat richtig Spaß gemacht", sagte Ludwig im ZDF.

Am Samstag hatte sich Taubitz nur Katnikowa geschlagen geben müssen und ist damit erneut Vize-Weltmeisterin. Für die deutschen Rodler war dieses Wochenende dennoch ein Einschnitt: Erstmals seit 1993 in Calgary bleiben sie bei einer Weltmeisterschaft ohne Goldmedaille in den Einzeldisziplinen. Angesichts der neuen Stärke des russischen Teams und der Probleme bei Loch und Co. kam ein solches Ergebnis in Sotschi nicht mehr unerwartet.

Auf die Doppelsitzer war dagegen auch auf der Bahn der Winterspiele 2014 Verlass. Eggert/Benecken verteidigten ihren Titel am Samstag erfolgreich, die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt holten Bronze. In den nicht-olympischen Sprints am Freitag hatten Wendl/Arlt mit Bronze die einzige deutsche Medaille geholt.

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