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Audi FIS Alpine Ski World Cup - Women's Downhill
Audi FIS Alpine Ski World Cup - Women's Downhill © Getty Images
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München - Im Zoff um Anna Fenninger scheinen sich die Wogen nicht mehr zu glätten, ein Verbandswechsel wäre die logische Alternative. SPORT1 erklärt, ob die deutschen Fans hoffen dürfen.

Auf Anna Fenningers anmutigen Blick in Großaufnahme müssen die Fans erst einmal verzichten.

Nach der erneuten Eskalation des Streits zwischen dem Österreichischen Skiverband und deren Ski-Queen hat Mercedes seine großflächige Werbekampagne mit der Gesamtweltcupsiegerin vorerst gestoppt.

Zuvor war Fenninger ob der Reaktionen auf ihren umstrittenen Werbedeal der Kragen geplatzt. In einem wütenden Rundumschlag bezichtigte sie die Verbandsoffiziellen um Präsident Peter Schröcksnadel der Lüge, die Fronten sind verhärtet.

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Anwalt rechnet mit Rauswurf

Für Donnerstag ist eine Pressekonferenz anberaumt. Dann will sich der ÖSV zu möglichen Konsequenzen äußern. "Schröcksnadel ist unberechenbar. Er wird Anna wohl rauswerfen. Wobei diese Maßnahme in keiner Verhältnismäßigkeit stünde", sagte Fenningers Anwalt Dr.Markus Wekwerth bei "Sportnet".

Eine Zukunft Fenningers beim ÖSV scheint unter Schröcksnadel nur noch schwer vorstellbar.

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Fenninger für Deutschland?

Wie also das Problem lösen?  Ein Rücktritt erscheint ob ihres Alters und der sportlichen Ausnahmequalitäten wenig plausibel. Eine, und die auf den ersten Blick logischste Alternative: Der Wechsel zu einem anderen Verband.

Und was würde da näher liegen, als ein Wechsel ins DSV-Team? Schließlich hat Fenninger mit Klaus Kärcher nicht nur einen deutschen Manager, sie hat auch in Bayern, im Berchtesgadener Land, das Skifahren erlernt.

Sportlicher Rückschritt

Doch ein Wechsel wäre mit mehreren Hürden verbunden, sowohl sportlicher als auch rechtlicher Natur.

Fenninger würde, sobald sie für Deutschland startet, in der Weltrangliste des Weltverbands FIS als Neuling eingestuft. Das heißt, sie hätte erst einmal null Punkte und würde auch in den Startlisten ganz hinten eingereiht.

Gerade im ersten Jahr wäre ein Wechsel in einen anderen Verband also für Fenninger nicht vom sportlichen Erfolg gekrönt.

Österreich stellt sich quer

Zudem würde sich der ÖSV mit Schröcksnadel an der Spitze einem Wechsel mit allen Mitteln verwehren und ihr Aushängeschild wenn nötig auch sperren.

"Sie kann nur für den ÖSV fahren, oder sie steht zwei Jahre", hatte Schröcksnadel unmissverständlich erklärt.

Da Fenninger außerdem selbst erklärt hatte, "mit Leib und Seele Österreicherin zu sein" und nur für Östereich fahren zu wollen, hoffen die deutschen Fans wohl vergeblich auf prominenten Zuwachs.

Privatteam für Fenninger?

Stattdessen wäre es möglich, dass Fenninger - sollte es zu einem Rauswurf kommen - künftig weiter mit ÖSV-Lizenz startet, vom Skiverband aber keinerlei Unterstützung mehr erhält.

Die 25-Jährige müsste sich ein Privatteam aufbauen. Mit eigenen Trainern und eigenen Sponsoren. Kein einfaches Unterfangen.

Dass es aber funktionieren kann, haben Lara Gut und Lindsey Vonn in der Vergangenheit bereits bewiesen.

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