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Mikaela Shiffrin aus den USA dominiert seit Jahren den Slalom der Damen
Mikaela Shiffrin aus den USA dominiert seit Jahren den Slalom der Damen © Getty Images
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Mikaela Shiffrin rast beim Slalom von Levi zu ihrem nächsten Weltcup-Sieg und übertrumpft damit Ingemar Stenmark. Eine Deutsche fährt unter die Top 10.

Sogar der Weihnachtsmann verneigte sich vor der Slalom-Königin. Als Mikaela Shiffrin im finnischen Levi mit dem 41. Weltcup-Sieg in ihrer Spezialdisziplin den großen Schweden Ingemar Stenmark vom Slalom-Thron stieß, spendete der Mann mit dem weißen Rauschebart aus dem "Santa-Claus-Dorf" anerkennend Applaus.

Auch Lena Dürr, als Zehnte beste Deutsche eines Quartetts in den Punkten, konnte da nur staunen.

"Ich mag diesen Hang sehr, die vielen Übergänge, es hat sich gut angefühlt", sagte Shiffrin nach ihrem insgesamt 61. Weltcup-Sieg, dem vierten in Levi. Ihr ungewöhnlicher Preis: Das vierte Rentier nach Rudolph (2013), Sven (2016) und Mr. Gru (2018).

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"Ich bin einfach mit meinem Skifahren zufrieden", sagte die 24 Jahre alte Ausnahmeerscheinung aus den USA, die jetzt einen Slalom-Sieg mehr als Stenmark auf dem Konto hat. (Alle Rennen des Ski-Weltcups im LIVETICKER bei SPORT1)

Shiffrin profitiert von Vlhova-Sturz

Um diesen Triumph musste die Amerikanerin im finnischen Winter-Wunderland aber mehr zittern, als ihr lieb war. Nur Zweite war sie vor dem Finale, 0,13 Sekunden langsamer als ihre Dauerrivalin Petra Vlhova. Doch die Slowakin schied im zweiten Durchgang aus. Als Vlhova auf die Piste knallte, hielt sich Shiffrin scheinbar vor Schreck die Hände vors Gesicht - später aber gestand sie: "Ich war erleichtert."

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Ihr stolzer Vorsprung auf die Zweite, Kombi-Olympiasiegerin Wendy Holdener (Schweiz): 1,78 Sekunden. Dürr lag bereits 3,73 Sekunden zurück. "Ich bin noch nicht ganz zufrieden, da geht noch mehr", sagte Dürr.

Und doch war es nach Platz 18 beim Saison-Auftakt in Sölden, ihrem besten Riesenslalom seit fast vier Jahren, ein weiterer "kleiner Schritt nach vorne", wie sie zugab. Besser war Dürr in einem Weltcup-Slalom zuletzt vor zwei Jahren, ebenfalls in Levi.

Ackermann und Dürr in Top 20

Deutlich mehr als Platz 16 hatte sich Christina Ackermann (geb. Geiger) ausgerechnet, die beste deutsche Slalomfahrerin des vergangenen Winters. "Ich lasse mich einfach immer schnell von einfachen Fehlern aus dem Konzept bringen", sagte die 29-Jährige aus Oberstdorf im ZDF, "es heißt jetzt: weiter dran arbeiten!"

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Als Mannschaft aber überzeugten die deutschen Athletinnen: Neben Dürr und Ackermann holten Marlene Schmotz (Leitzachtal) und Marina Wallner (Inzell) bei ihrem Comeback-Rennen nach einem Kreuzbandriss auf den Rängen 22 und 27 Weltcup-Punkte.

Ein DSV-Quartett in den Top 30 - das hatte es im Slalom zuletzt vor knapp zwei Jahren gegeben. "Wir haben ein paar gute Mädels dabei und pushen uns gegenseitig, da ist sicher noch einiges drin", sagte Dürr.

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