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Kitzbühel - Thomas Dreßen kann seinen Sieg auf der Streif nicht wiederholen und landet im hinteren Feld. Ein Österreicher jubelt. Romed Baumann rast in die Top Ten.

Thomas Dreßen ist zwei Jahre nach seinem Sieg in Kitzbühel auf dem harten Boden der Realität gelandet.

Der Partenkrichener, der schon mit Startnummer 3 auf die legendäre Streif ging, hatte mit vielen Problemen zu kämpfen und lag am Ende nur auf Platz 26. Nach einem schweren Patzer im Steilhang und weiteren Wacklern hatte Dreßen 1,91 Sekunden Rückstand auf Sieger Matthias Mayer aus Österreich, der für den ersten Austria-Heimsieg in der Abfahrt seit 2014 sorgte.

Dreßen: "Klar bin ich sauer"

Dreßen war nach dem Rennen restlos bedient. "Klar bin ich sauer. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was war. Ich muss mir erst anschauen, warum es mich so abgetrieben hat", sagte er in der ARD. An seiner Enttäuschung konnte auch die Zuwendung der Zuschauer nichts ändern. Tausende hatten im Ziel den Namen des Streif-Sieger von 2018 skandiert.

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Unmittelbar vor seinem Start flog der Amerikaner Ryan Cochran-Siegle ab. Das habe ihn bei der Rückkehr an den Ort seines größten Sieges "aus der Konzentration herausgerissen", sagte er, "das ist immer eine Scheißsituation." Sein Patzer am sogenannten "U-Hakerl" im oberen Teil der 3312 Meter langen Mutprobe sei dann "ein Ergebnis von Risiko" gewesen. 

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Die Show stahl ihm diesmal Romed Baumann - ein gebürtiger Österreicher, der erst vor kurzem nach der Hochzeit mit einer Deutschen auch die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat. "Bester Deutscher ist immer ein super Titel, meine Teamkameraden sind ja auch keine Nasenbohrer", sagte Baumann schmunzelnd über seinen siebten Platz. Andreas Sander zeigte sich als Elfter ebenfalls in starker Form. Selbst Josef Ferstl landete noch vor Dreßen auf Position 25. Manuel Schmid kam bei einem Sturz glimpflich davon. 

Mayer lässt Österreicher jubeln

Unter dem Jubel der Zuschauer fuhr Mayer beim Hahnenkammrennen auf dem "Heiligen Berg" der Österreicher in einer Zeit von 1:55,59 Minuten zum Sieg vor seinem Landsmann Vincent Kriechmayr und Beat Feuz aus der Schweiz. Beide kamen mit der exakt gleichen Zeit ins Ziel (1:55,81).

Sieger Mayer konnte seinen Triumph kaum fassen. "Das ist unglaublich. Ich weiß gar nicht, was ich sagen los. Man trainiert sein ganzes Leben lang für solche Sachen", sagte der Österreicher in der ARD.

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