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Urs Kryenbühl stürzte bei der Streif 2021 beim Zielsprung
Urs Kryenbühl stürzte bei der Streif 2021 beim Zielsprung © Imago
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Urs Kryenbühl schildert seinen Horrorsturz in Kitzbühel. Er verrät, dass er eine Krankenschwester schockte und welche Lehren er für die Zukunft zieht.

Gute Nachrichten von Urs Kryenbühl.

Dem Schweizer, der bei der Abfahrt in Kitzbühel vor eineinhalb Wochen schwer gestürzt war, geht es mittlerweile schon besser.

"Mir geht es den Umständen entsprechend sehr gut", sagte der 27-Jährige dem Blick.

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Kryenbühl erlitt in Kitzbühel schwere Verletzungen

Bei seinem Horrorsturz beim Zielsprung hatte er sich das rechte Schlüsselbein gebrochen und das Kreuzband sowie das Innenband im rechten Knie gerissen. (Ski alpin: Alle Rennen im LIVETICKER)

Um eine Operation kommt der Speed-Spezialist dennoch überraschend herum. "Der Meniskus und der Knorpel sind nicht beschädigt, ich habe einen sogenannt isolierten Kreuzbandriss", erklärte Kryenbühl. "Und gemäß den Experten liegt das Kreuzband so günstig, dass es wieder zusammenwachsen wird."

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An seinen Sturz kann er sich nur noch teilweise erinnern. "Ich weiß, dass ich mit aller Gewalt versucht habe, die Ski hoch zu 'schränzen'. Aber die fühlten sich an wie Blei", so Kryenbühl: "Ungefähr in der Mitte des Sprunges habe ich gemerkt, dass ich mich nicht mehr halten kann. Ab diesem Moment habe ich eine Erinnerungslücke."

Vielleicht liegt es auch daran, dass er sich die Bilder davon noch in der ersten Nacht nach dem Sturz angeschaut hat. (ERGEBNISSE: So steht's im Weltcup)

Kryenbühl erschreckt Krankenschwester

"Mein EKG hat Alarm geschlagen, weil mein Puls aufgrund von meinen Sturz-Bildern derart in die Höhe geschossen ist", gestand er. "Deshalb ist sofort eine Krankenschwester in mein Zimmer gekommen und hat mich ganz aufgeregt gefragt, was denn los sei."

Als er ihr dann erzählt habe, was er soeben getan habe, "hat sie mich gebeten, dass ich das bleiben lassen soll", so Kryenbühl weiter.

Der Schweizer war beim Weltcup-Wochenende nicht der einzige Rennfahrer, der schwer stürzte. Der 80-Meter-Sprung nach einer Fahrzeit von knapp zwei Minuten hat für viel Kritik an den Organisatoren gesorgt.

Auch er selbst habe schon im Training gespürt, dass der Sprung zu weit gehen könnte, erinnert sich Kryenbühl. "Aber ich muss mir selber den Vorwurf machen, dass ich mich zu wenig resolut dafür stark gemacht habe, dass der Sprung im Hinblick aufs Rennen abgetragen wird."

Denn er habe es grundsätzlich gerne, wenn Sprünge weit gehen.

In Zukunft aber werde er sich in einer vergleichbaren Situation anders verhalten. Diese Lehren habe er aus diesem Sturz gezogen, beteuerte der Rennfahrer. (Ski alpin: Rennkalender der Saison 2020/21)

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