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Johannes Dürr ist der Kronzeuge des Dopingskandals von Seefeld
Johannes Dürr ist der Kronzeuge des Dopingskandals von Seefeld © imago
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Einen Tag nach seiner Festnahme wird Johannes Dürr wieder freigelassen. Der Kronzeuge im Dopingskandal dürfte die Ermittlungen nicht beeinträchtigen.

Kronzeuge Johannes Dürr ist wieder auf freiem Fuß. Der österreichische Ski-Langläufer war am Dienstag festgenommen worden, weil gegen ihn der Verdacht des Sportbetruges besteht.

Dürr konnte die Haftanstalt wieder verlassen, "da nach dem derzeitigem Ermittlungsstand nicht anzunehmen ist, dass er auf freiem Fuß die Ermittlungen beeinträchtigen würde", erklärte Hansjörg Mayr, Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck.

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Dürr gibt Doping zu

Wie die Innsbrucker Behörde weiter bestätigte, stehe Dürr in Verdacht, andere Sportler an den Sportmediziner Mark S. aus Erfurt vermittelt zu haben. Zudem gebe es den Verdacht, dass Dürr "bis vor kurzem Eigenblutdoping betrieben hat und sich dabei von diesem Arzt behandeln ließ".

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Dürr soll bestritten haben, den Mediziner an andere Sportler vermittelt zu haben. Er habe aber zugegeben, seit Jahren und bis zuletzt Eigenblutdoping betrieben zu haben. Dass er sich damit unrechtmäßig bereichert habe, bestritt Dürr. Er habe schließlich für eine finanzielle Unterstützung auch jeweils entsprechende Leistungen erbracht.

Ermittlungen werden fortgesetzt

Die Ermittlungen werden laut Behörde fortgesetzt, die Staatsanwaltschaft will weiter prüfen, ob es einen Sportbetrug gegeben hat. Auch soll festgestellt werden, welche Rolle Dürrs Crowdfunding-Projekt spielt.

Dürr ist der Kronzeuge in dem Doping-Skandal und hat mit seinen Aussagen Mitte Januar im ARD-Film "Die Gier nach Gold - Der Weg in die Dopingfalle" die Zerschlagung des Dopingnetzwerkes um Sportarzt Mark S. eingeleitet. 

Mark S. und drei seiner Komplizen befinden sich derzeit in Haft. Bei dem Mediziner wurden 40 Blutbeutel gefunden, die von den Ermittlern noch den entsprechenden Athleten zugeordnet werden müssen.

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