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Bei der Qualifikation zum ersten Tournee-Springen in Oberstdorf landet Markus Eisenbichler weit hinten. Im Anschluss übt er Kritik an der Organisation.

Markus Eisenbichler stampfte verärgert aus dem Auslauf, auch Karl Geiger war nach dem turbulenten Tournee-Auftakt nicht überglücklich: Die DSV-Adler haben bei der Ouvertüre zur 69. Vierschanzentournee in Oberstdorf die Spitzenplätze in der Qualifikation bei schwierigen Windverhältnissen deutlich verpasst. (Skisprung-Weltcup: Alle Springen der Vierschanzentournee im LIVETICKER)

Bei dichtem Schneetreiben und gespenstischer Kulisse auf der Schattenbergschanze landete Lokalmatador Geiger nach überstandener Corona-Infektion als bester deutscher Skispringer auf Platz 14 (114,0 m). Eisenbichler kam bei gleicher Weite nicht über den 25. Rang hinaus - und er ärgerte sich über die Organisation.

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"Das war wie ein Kindergeburtstag. Es war nicht tournee-like", sagte der Weltmeister im ZDF, "nicht durchgetaktet, wir hatten lange Wartezeiten vor dem Lift. Das war bei den anderen Weltcups besser."

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Das Ergebnis wollte "Eisei", der am Dienstag (ab 16.30 Uhr im LIVETICKER) im Wettkampf mit allen 62 Athleten als Vorletzter antreten wird, nicht überbewerten. 

Auch Wellinger und Freund dabei

"Es sagt nichts aus. Morgen wird das Wetter wieder schön und alles entspannt", sagte der Bayer und klang schon etwas beruhigter. Elf von zwölf gestarteten DSV-Adler überstanden die Qualifikation, auch die Sorgenkinder Severin Freund, Andreas Wellinger und Richard Freitag sind dabei. (Skispringen: Stand im Gesamtweltcup)

Bei Geiger überwog nach einem soliden Sprung die Freude über das Comeback. "Es war eine zähe Partie, der Wind ist echt ordentlich am Turm", sagte der Skiflug-Weltmeister: "Ich bin froh, dass ich dabei sein darf."

Nach einem Ausschluss doch dabei sein dürfen derweil die polnischen Stars um Kamil Stoch und Titelverteidiger Dawid Kubacki. Wenige Stunden vor der Qualifikation war es für die Polen zum Corona-GAU gekommen. Unter dem Titel "Paukenschlag" gaben die Organisatoren den Ausschluss der gesamten polnischen Mannschaft bekannt, da Teamkollege Klemens Muranka positiv getestet worden war. 

Polen von Tournee ausgeschlossen - und wieder zugelassen

Die Favoriten um Stoch, Kubacki und Piotr Zyla hätten deshalb zuschauen müssen - trotz negativer Tests. Denn Murankas Kollegen zählen zur Kontaktgruppe 1.

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"Das bedeutet: Sie hatten entweder über 15 Minuten lang direkten Kontakt von Angesicht zu Angesicht oder waren über 30 Minuten lang gemeinsam in einem geschlossenen Raum oder auch Fahrzeug", sagte Florian Stern, Generalsekretär beim Auftaktspringen in Oberstdorf. 

Eisenbichler war nach dem Ausschluss der Polen schockiert. "Es ist heftig. Ich finde es traurig, dass sie es so entschieden haben", sagte er: "Ich will mich mit den Besten der Welt messen, da gehören sie definitiv dazu."

Aschenwald gewinnt Quali

Am Dienstagvormittag ließen die Veranstalter in Kooperation mit dem zuständigen Gesundheitsamt Polen doch zu, da zwei weitere Tests aller Springer negativ ausgefallen waren.

Die Qualifikation fand mit nur 55 Athleten aus 15 Nationen statt. Den Quali-Sieg holte der Österreicher Philipp Aschenwald mit der Höchstweite von 128,5 m vor dem norwegischen Topfavoriten Halvor Egner Granerud (122,0) und Cene Prevc (122,0) aus Slowenien. 

Am Ende war er doch wertlos.

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