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Der Western Clash war ein voller Erfolg © Blizzard Entertainment

Kattowitz - Der Western Clash in Katowice war das erste Offline-Turnier der neuen Saison und ein gelungener Auftakt zur Heroes of the Storm Global Championship.

Von Matthias Holländer

Heroes of the Storm hatte keinen einfachen Start und die kompetitive Szene war in der vergangenen Saison eher zerstreut. Viele Offline-Events waren wenig strukturiert und mit variierendem Produktionslevel. Zudem gab es kein großes Ziel, auf das Teams hinarbeiten konnten. Mit der neuen HGC soll alles anders werden.

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Favoriten sind verwundbar

Die Favoriten des Turniers waren klar: Fnatic und Misfits. Beide verloren allerdings gegen Team Dignitas, die in Pressekonferenzen und Interviews mehrmals betont hatten, dass sie zwar selbstbewusst sind, aber nicht denken, dass sie schon an ihrem Limit spielen.

Ebenfalls überraschen konnte das amerikanische Lineup von Team 8. Sie nahmen bereits in der ersten Runde Team Dignitas eine Map ab und warfen im Lower-Bracket sowohl Nomia als auch Tempo Storm aus dem Turnier. Im Anschluss trafen sie erneut auf den späteren Turniersieger Dignitas und mussten sich wieder geschlagen geben.

Im gesamten Turnierverlauf hatte man das Gefühl, dass jeder jeden Schlagen kann. Der Westen rückt zusammen und die Topteams müssen am Ball bleiben, wenn sie nicht von den hungrigen Teams hinter ihnen übertrumpft werden wollen.

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Sicherheit für Teams

Die Garantie für Teams auf jeden Fall 100.000 USD Kompensation pro Saison zu bekommen, spiegelt sich auch in der Spielstärke der Teams wider. So wurde beim ersten Western Clash auf enorm hohem Level gespielt und neben dem einen oder anderen amerikanischen Team konnten auch Teams aus dem europäischen Mittelfeld zeigen, was sie können.

Die regelmäßige Spielpraxis der Online-Liga macht es für Teams auch sichtlich einfacher Spieler zu tauschen und sich vor Turnieren entsprechend einzuspielen. Man merkte, dass die Teams hervorragend vorbereitet waren, auch wenn vor dem Turnier gewechselt wurde.

Zusätzliche Motivation kriegen die Teams natürlich auch durch den drohenden Abstieg, wenn man am Ende der Saison auf einem der unteren Tabellenplätze landet und gegen die Topteams aus der Amateurdivision antreten muss.

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Ein funktionierendes Konzept

Die HGC funktioniert, der erste Clash hat funktioniert und sowohl Fans als auch Profis sind glücklich mit dem neuen Format. Bald steht der Eastern Clash an, wo die Teams aus Südkorea und China ihre Kräfte messen.

Heroes of the Storm hat eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht und man darf gespannt sein, wie die Zukunft von Blizzards MOBA aussieht.

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