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Ryu verpasste mit H2k-Gaming zum dritten Mal das Finale der EU LCS. © Riot Games

Rotterdam - Nach dem enttäuschenden 2:3 gegen Origen im Halbfinale der EU LCS will H2k-Gaming im Spiel um Platz drei gegen Fnatic Schadensbegrenzung betreiben.

Fnatic scheiterte mit 1:3 am Aufsteiger G2 Esports und verpasste damit erstmals seit Einführung der LCS das Endspiel.

Unerklärliche Fehler bei H2k

Das Team rund um den Griechen FORG1VEN ging eigentlich als klarer Favorit in das Spiel gegen den Worlds-Halbfinalisten. Jedoch präsentierte sich das Lineup im Vergleich zu den Auftritten während der regulären Saison deutlich verwundbarer.

Origen nutzte dies aus und schickte H2k damit zum zweiten Mal in Folge ins Spiel um Platz drei, um selbst ins Finale einzuziehen. Nun geht es für den einstigen Favoriten am Samstag gegen Fnatic darum, den Split mit einem kleinen Erfolgserlebnis zu beenden.

Der Sieger dieser Partie erhält zudem 50 Championship Punkte, für den Verlierer gibt es noch 30 Punkte. Diese sind im Hinblick auf die Qualifikation für die Weltmeisterschaft wichtig, denn das Team mit den meisten Punkten nach dem Summer Split sichert sich einen Platz beim wichtigsten Turnier des Jahres.

Klaj wird Champion-Pool zum Verhängnis

Fnatic muss das Finale der EU LCS erstmals als Zuschauer miterleben. Obwohl sich Rekkles und seine Mitspieler im Viertelfinale gegen Vitality stark verbessert präsentierten, reichte es nicht aus, um G2 Esports eine Runde später gefährlich zu werden.

Von den Lichtblicken aus der ersten Play-Off-Series war am vergangenen Wochenende nicht mehr viel zu sehen. Vor allem Rookie Klaj hatte, unter anderem aufgrund seines kleinen Champion-Pools, große Probleme gegen G2 Esports.

Der Aufsteiger hat es H2k-Gaming vorgemacht, wie Fnatic unter Druck gesetzt werden kann.

Immortals und die Arroganz

Das Spiel um Platz drei in der NA LCS hat zumindest einen Teilnehmer, mit dem vor den Play-Offs kaum jemand gerechnet hätte: Immortals. Der dominante Sieger der regulären Saison kassierte im Halbfinale gegen Team SoloMid eine 0:3-Pleite, die verdienter kaum hätte sein können.

Pobelter (l.) und Huni entschieden sich gegen TSM für ungewöhnliche Picks – ohne Erfolg. © Riot Games

Das Team machte in dieser Series den Anschein, in den drei spielfreien Wochen keine Zeit in eine Vorbereitung investiert zu haben. Die Spieler von Immortals ignorierten das aktuelle Meta, in dem Carry-Jungler und Tanks auf der Top-Lane an der Tagesordnung sind, vollständig.

Huni entschied sich im ersten Game für "Lucian" – eine Entscheidung, für die bis heute kein Experte eine sinnvolle Begründung gefunden hat.

Pobelters "Urgot" mit Ignite anstelle von Exhaust als Counter gegen Bjergsens "Zed" im zweiten Game war entpuppte sich als ähnlich fragwürdig.

Team Liquid Favorit?

Das Team, das in der regulären Saison von 18 Games ganze 17 gewinnen konnte, muss am Samstagabend gegen Team Liquid sogar um den dritten Platz bangen. Trotz der 2:3-Niederlage gegen Counter Logic Gaming präsentierte sich Team Liquid in einer relativ guten Verfassung.

Zumindest schien das Lineup um den früheren Weltmeister Piglet, der im letzten Game die tragische Figur nach einer Finte von CLG wurde, ein besseres Verständnis davon zu haben, wie das Spiel zurzeit idealerweise gespielt werden sollte.

Ein Triumph von TL über Immortals würde für die Organisation gleichzeitig auch zum dritten Mal in Folge den dritten Platz der NA LCS bedeuten.

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