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Shanghai – SK Telecom T1 hat mit einem dominanten 3:1 über Royal Never Give Up das Finale beim MSI 2016 erreicht. Insbesondere Super-Star Faker meldete sich zurück.

Der LPL-Vertreter, mit dem sich SKT im letzten Match der Gruppenphase einen heißen Tanz geliefert hatte, ging mit einer soliden Leistung in Führung, hatte dem aktuellen Worlds-Gewinner im Anschluss aber nichts mehr entgegenzusetzen.

RNG mit besserem Start

Der chinesische Lokalmatador legte einen besseren Start in das erste Halbfinale hin. In vielen Fällen gelang es RNG, nach einem Kill auch ein Objective zu sichern. Da Faker sich entschieden hatte, "Fizz" in der Mid-Lane zu spielen, hatte SKT kaum Wave-Clear vorzuweisen.

Royal Never Give Up erhielt von den chinesischen Fans viel Unterstützung © Riot Games

Looper düpierte seinen Gegenspieler Duke mit "Trundle" und der LPL-Champion erspielte sich rasch mit mehr zerstörten Towern einen großen Goldvorteil, der in einen kampflosen Baron mündete.

Mit dem Buff des neutralen Objectives konnte RNG das erste Game nach 42 Minuten erfolgreich beenden.

SKT adaptiert erfolgreich

SK Telecom T1 ließ sich davon nicht beirren und kam im zweiten Spiel eindrucksvoll zurück. Faker setzte einmal mehr auf "Azir" und zeigte eine bärenstarke Leistung. Unter anderem gelang ihm ein früher Solo-Kill auf seinem direkten Gegenspieler xiaohu.

Nach nur 23 Minuten fiel der Nexus der Chinesen und das angsteinflößende Statement des Weltmeisters war perfekt.

Im dritten Game setzte sich dieser Trend fort. Faker wählte erneut "Fizz" und hatte dieses Mal deutlich mehr Erfolg. Der Mid-Laner sicherte sich früh mehrere Kills und konnte damit das Spiel von SKT massiv beschleunigen.

Im Mid-Game mussten die Fans der Koreaner kurz die Luft anhalten, denn Faker und Bang zeigten sich mehrfach schlecht positioniert, wodurch RNG fast die Gelegenheit für ein Comeback bekommen hätte. SKT behielt allerdings die Nerven und ging nach 37 Minuten im dritten Game mit 2:1 in Führung.

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RNG verzweifelt

Mit dem Rücken zur Wand entschieden sich die Chinesen für einen anderen Ansatz. Sie bannten Fakers "Fizz" sowie "Sivir" und "Soraka", die von Bang und Wolf in jedem Game gewählt wurden, da sie keine Lösung für die Picks von SKT fanden.

Dadurch erhielten die Spieler des Weltmeisters Power-Picks wie "Maokai", "Kindred", "Ryze" für Faker sowie "Ezreal" für Bang. Was anschließend folgte, war eine Demonstration, die dem zweiten Finalisten das Blut in den Adern gefrieren lassen könnte.

SK Telecom T1 siegte nach 28 Minuten in einem perfekten Spiel gegen RNG. Der LPL-Champion, der bereits früh gebrochen schien, konnte im vierten Game keinen einzigen Kill, Tower, Dragon oder Baron holen. Dieses Spiel brachte die schockierten chinesischen Zuschauer vor Ort vollständig zum Schweigen.

Am Samstag stehen sich ab 7:30 Uhr Counter Logic Gaming und die Flash Wolves im zweiten Halbfinale gegenüber. Der Sieger trifft am Sonntag um die gleiche Uhrzeit im Endspiel des MSIs auf den Top-Favoriten SK Telecom T1. Übertragen werden beide Partien von den deutschen Kommentatoren von Summoner's Inn.

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