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Mönchengladbach - Patrick Herrmann beschert Borussia Mönchengladbach einmal mehr einen knappen und wertvollen Sieg im Kampf um die Champions-League-Plätze. Freiburgs Risikospiel bleibt unbelohnt.

Dank Patrick Herrmann steuert Borussia Mönchengladbach weiter auf Champions-League-Kurs.

Der 23-Jährige erzielte beim umkämpften 1:0 (1:0) gegen Kellerkind SC Freiburg wie schon drei Tage zuvor beim Auswärtssieg in Stuttgart das entscheidende Tor (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Während die Borussia ihren dritten Platz festigte, kassierten die Gäste im Kampf gegen den Abstieg einen Rückschlag - und drohen am Mittwoch wieder von der Konkurrenz überholt zu werden (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

Freiburg mutig, aber ineffizient

Herrmann traf in der 23. Minute für die zumindest in der ersten Halbzeit starken Gladbacher, die nur eines ihrer vergangenen 14 Heimspiele verloren haben (DATENCENTER: Tabelle).

SC Freiburg - Christian Streich
Christian Streich ist seit 2011 Cheftrainer des SC Freiburg © Getty Images

Freiburg trat drei Tage nach dem überzeugenden 4:1 gegen Eintracht Frankfurt zwar offensiv mutig bis übermütig, im Abschluss aber viel zu harmlos auf - und muss weiter auf den ersten Sieg am Niederrhein seit 1995 warten.

"Wir wollten mutig sein, wollten hoch verteidigen. Das hat am Anfang nicht gut geklappt", musste Freiburgs Trainer Christian Streich festhalten: "Danach hat meine Mannschaft 70 Minuten viel richtig gemacht."

Gladbachs Coach Lucien Favre erkannte das an: "Sie waren heute spielerisch besser als wir, waren brandgefährlich. Wir haben aber gut verteidigt."

Petersen bleibt blass

Die nur 37.091 Zuschauer im Borussia-Park sahen auch dank der Gäste eine besonders vor der Pause muntere Begegnung (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel).

Freiburg lud die Gladbacher mit ihrer riskanten Ausrichtung zu zahlreichen Chancen ein, speziell in der ersten Hälfte fehlte oft die Absicherung nach hinten.

Die wenigen eigenen Gelegenheiten blieben ungenutzt, auch Neuzugang Nils Petersen fiel nach seinem Hattrick gegen Frankfurt nur durch ein Abseitstor (18.) auf.

Ganz anders die Borussia: Das Team von Favre, der erstmals in dieser Saison keine Wechsel in seiner Startelf vornahm, zog in der Anfangsphase nahezu nach Belieben sein Kombinationsspiel auf und kamen in den ersten zehn Minuten zu gleich drei Großchancen.

Der starke Herrmann (3./7.) und Branimir Hrgota (6.) vergaben jedoch knapp.

Herrmann trifft zum fünften Mal

Freiburg löste sich anschließend aus der Umklammerung und bot der Borussia mit laufintensivem Pressing die Stirn, kam aber über gefährliche Schüsse aus der Distanz nicht hinaus.

Mitten in die Bemühungen der Gäste fiel die Gladbacher Führung. Herrmann erzielte nach Flanke von Hrgota aus zehn Metern sein fünftes Saisontor.

Die Borussia blieb bis zur Pause die bessere Mannschaft und hätte noch nachlegen müssen, ehe nach dem Seitenwechsel der SC immer stärker wurde. Angetrieben vom quirligen Bundesliga-Debütanten Mats Möller Dähli erhöhte das Team von Trainer Christian Streich den Druck und erzwang mehrere Abwehrfehler der Gladbacher, die aber ungenutzt blieben.

Frantz und Schmid vergeben beste Chancen

In der Schlussphase stand Borussias Defensive wieder sicherer. Chancen waren nun auf beiden Seiten zwar Mangelware, spannend blieb die intensive Partie dennoch.

Pech hatten die Gäste, als ein Distanzschuss von Mike Frantz (70.) das Ziel nur um einen Meter verfehlte.

Jonathan Schmid vergab zudem 13 Minuten später den möglichen Ausgleich.

Die diversen im Stadion anwesenden Gladbacher Altgedienten - unter ihnen Marc-Andre ter Stegen und Ballon-d'Or-Preisträger Allan Simonsen - konnten sich daher mit ihrem Ex-Team über drei Punkte freuen.

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