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Borussia Dortmund v Hannover 96 - Bundesliga
Dortmunds Shinji Kagawa (l.) köpft erfolglos © Getty Images

Gegen Hannover 96 ist ohne Aubameyang kaum etwas zu sehen von Borussia Dortmunds Tormaschine. Der Blick geht schon zur Europa League.

Borussia Dortmunds Torgefahr saß gegen Hannover 96 auf der Tribüne, gehüllt in einen Mantel, bei dem sich Eisbär und Polarvogel begegnen. Pierre-Emerick Aubameyang hatte im Pokal unter der Woche gegen Stuttgart einen Schlag abbekommen und setzte aus.

Sofort litt der Vorwärtsgang des BVB ohne seinen 20-Tore-Mann.

Dortmund festigte durch den neunten Sieg im zehnten Heimspiel seine Position als Bayern-Jäger Nummer eins, die Freude über den Vereinsrekord (28 von 30 möglichen Punkten) hielt sich aber in Grenzen.

Tuchel hadert

"Wir haben ganz gut begonnen. Danach wurde es immer zäher. In der Leistung gibt es noch viel Luft nach oben. Die drei Punkte nehmen wir aber gerne mit", sagte Trainer Thomas Tuchel.

Zum dritten Mal in dieser Saison fehlte Aubameyang den Dortmundern in einem Pflichtspiel, insgesamt gelangen der Mannschaft dabei nur zwei Treffer.

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Der Tabellenzweite agierte ohne Ideen, zeigte viel zu wenig Tempo und leistete sich zahlreiche Fehlpässe. "Wir wissen, dass wir besser spielen können", sagte Tuchel mit Blick auf das Zwischenrunden-Hinspiel in der UEFA Europa League am Donnerstag gegen den FC Porto.

BVB-Leistung reicht

In der ARD ergänzte er: "Wir hätten es einfacher haben können in den ersten 20 Minuten mit vielen Umschaltsituationen, die wir nicht richtig ausgespielt haben."

Hannover erspielte in 90 Minuten nur eine nennenswerte Torchance durch Hoffmann (41.). Der BVB hatte auch nicht viel mehr zu bieten, doch der Treffer von Henrikh Mkhitaryan (57.) bedeutete die Entscheidung zum 1:0.

"Beim Gegentor sind wir in der Vorwärtsbewegung, schalten aber schlecht um und beim BVB geht es dann einfach sehr schnell. Von Dortmund wird jeder kleine Fehler bestraft", sagte Hoffmann nach dem ersten Saisontor der Dortmunder außerhalb des Strafraums.

Hannover greift nicht an

Nach einer schnellen Kombination über Gündogan und Reus dribbelte Mkhitaryan unbedrängt an vier Hannoveranern vorbei.

Dennoch sagte Hannovers Trainer Thomas Schaaf: "Ich habe ein Spiel von unserer Mannschaft erlebt, wie ich es vom Engagement und von der Einstellung immer erleben möchte."

Die Zahlen sagen: 14 Punkte nach 21 Spielen bedeuten einen Negativrekord in der Vereinsgeschichte.

Riesen-Rückstand

Der Rückstand auf den Relegationsplatz ist bereits auf sechs Zähler angewachsen, mit lediglich 19 erzielten Toren stellt Hannover zudem den zweitschwächsten Angriff der Liga nach Aufsteiger FC Ingolstadt.

Die großen Offensivprobleme wurden auch beim BVB sichtbar. Dortmund bot eine schwache Leistung, doch Hannover nutzte die Gunst der Stunde nicht.

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