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Manchester United v West Ham United - Premier League
Für Louis van Gaal (v.) und Manchster United läuft es nicht rund. Er selbst sieht das anders © Getty Images

Der Spott der Netzgemeinde war Louis van Gaal gewiss nach dem blamablen Vorrunden-Aus von Manchester United in der Champions League. Für den Tulpen-General wird die Luft dünner beim englischen Rekordmeister. Nicht nur wegen des Ausscheidens, sondern auch wegen des oft reichlich uninspirierten Spiels von Bastian Schweinsteiger und Co.

Doch wenn es auf dem Platz schon nicht klappt mit dem Spektakel - die vom Trainer und Spielern gefundenen Gründe für die Ergebniskrise sind es. Bei den Ausreden ist United schon meisterlich. Na, immerhin! Lesen Sie hier die Super-Ausreden von Louis van Gaal und Co:

Super-Ausrede 1: In der Umkleidekabine war es zu heiß!

Nach dem 2:3 in Wolfsburg sollen sich laut einem Bericht der Sun vereinzelte Spieler Uniteds über die angeblich überheizten Kabinen in Wolfsburg beschwert haben. Erst zu heiß – und dann zu kalt, oder wie? Wolfsburg konterte, dass die Heizungen genauso eingestellt waren wie in allen anderen Spielen auch.

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Super-Ausrede 2: Der TV-Vertrag ist schuld an der Ergebniskrise!

Schon vor dem Spiel am Dienstag, ließen Uniteds Bosse verlauten, dass der Gewinn der Meisterschaft ein wesentlich anspruchsvolleres Ziel sei als der Triumph in der Königsklasse. Der neue TV-Vertrag auf der Insel und die damit verbundene Geldflut für die Klubs habe die Premier League ausgeglichener – und schwieriger gemacht. Das zeige der Höhenflug von Leicester City. Die großen Klubs müssten sich in der Liga also mehr anstrengen und hätten dann nicht mehr genug Energie für die Champions League. Außerdem müssten auch Mittelklasseklubs ihre Stars aus finanziellen Gründen nicht mehr verkaufen. Darum habe sich United im Sommer nicht so verstärken können wie gewollt. Aha.

Super-Ausrede 3: Die Liga hilft nicht genug:

Van Gaal und Co beschwerten sich öffentlich darüber, dass die Champions-League-Klubs nicht Freitagabend spielen würden. Das würde ihnen einen Tag mehr Pause bringen vor den internationalen Duellen. Wegen der globalen Vermarktungsstrategie denkt die Premier League aber nicht daran, den Spielplan zu ändern. Im Übrigen: Manchester City, der FC Chelsea und Arsenal erreichten auch so das Achtelfinale. Nur United muss in die Europa League.

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Super-Ausrede 4: United besser als letzte Saison:

Nach dem Aus in Wolfsburg überraschte van Gaal die Reporter mit der Aussage, dass Manchester United immerhin besser sei als letzte Saison. "Die Fakten unterstreichen das", sagte der Coach. Sein Beispiel sorgte dann erst Recht für Spott: "Wir sind im Capital One Cup (der eher unbedeutende League Cup, die Red.)  weitergekommen diese Saison", sagte van Gaal. Stimmt sogar. Manchester United schied diese Saison erst in der dritten Runde aus – im Elfmeterschießen nach 120 torlosen Minuten in Middlesbrough. Letzte Saison war für United schon in der zweiten Runde Schluss: Nach einem 0:4 beim damaligen Drittligisten Milton Keynes Dons.

Super-Ausrede 5: Van Gaals Essensregeln langweilen Spieler:

Zugegeben: Zu dieser Ausrede gibt es keinen direkten Beleg, sie stützt sich lediglich auf einen Artikel in der Daily Mail. In diesem schrieb United-Reporter Chris Wheeler, dass sich immer mehr Spieler über die von van Gaal vorgegebene Essensroutine beschweren würden. So sei es unter van Gaals Vorgängern Sir Alex Ferguson und David Moyes üblich gewesen, dass die Spieler nach dem Abendessen Zeit für sich selbst gehabt hätten. Nicht so unter van Gaal. Vor Spieltagen würde es um 17 Uhr immer das gleiche Abendessen (Hühnchen und Nudeln) geben und um 22 Uhr dann nochmal Toast und Haferflocken. Dazwischen: Stundenlange Gegner- und Spielanalysen. Und das immer und immer wieder. "Kein Spaß, keine Scherze – immer nur ein Haufen Treffen", zitiert Wheeler einen namentlich nicht genannten Spieler.  

               

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