Basler sieht DFB-Problem bei Wirtz und Musiala
Was hat Klopp Ihnen mitgegeben, Herr Wirtz?
Mario Basler lobt Florian Wirtz und Jamal Musiala als Weltklassespieler, sieht für das DFB-Team aber eine knifflige Baustelle. Der Ex-Nationalspieler zweifelt daran, dass beide dauerhaft ihre Stärken gleichzeitig ausspielen können.
Können Jamal Musiala und Florian Wirtz zusammen funktionieren? Mario Basler hat eine der spannendsten Personalfragen im DFB-Team jetzt neu angeheizt. In seinem Podcast „Basler ballert“ bezeichnete der Ex-Bayern-Spieler das Duo zwar als „Weltklasse-Spieler“, stellte aber zugleich infrage, ob beide gemeinsam ihr volles Potenzial entfalten können.
„Natürlich sind es beide Weltklasse-Spieler. Aber beide zusammen gehen halt nicht als Weltklasse“, behauptete Basler. Mit Blick auf die Zukunft ergänzte er: „Wir können froh sein, dass wir so zwei Superspieler haben. Und es kann ja auch mal passieren, dass der eine verletzt ist. Dann kann natürlich der andere spielen. Oder du kannst auch den einen oder anderen von der Bank bringen. Aber beide zusammen wird halt sehr schwierig werden.“
Ausgangspunkt der Debatte ist der starke Auftritt von Wirtz beim 2:0 der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien. Der Offensivstar des FC Liverpool agierte dabei im Zentrum und setzte immer wieder Akzente.
Auch gegen Griechenland hatte Wirtz, der das DFB-Team als Kapitän aufs Feld führte, seine Momente. „Du hast gesehen, er war für mich sehr befreit gestern. Er hat richtig Spielfreude gehabt, richtig Lust gehabt, Chef zu sein“, erklärte Basler. Wirtz habe viele Bälle gefordert und das Spiel geprägt: „Ich glaube, dass er, wenn er alleine spielt, sich wohler fühlt und vor allem aus dem Zentrum kommt.“
Basler: Musiala gehört ebenfalls ins Zentrum
Genau darin sieht Basler jedoch das Problem. Denn auch Musiala sei aus seiner Sicht klar ein Spieler für die Zentrale.
„Musiala kannst du nicht rechts spielen lassen. Keine Chance. Musiala ist ein Zentrumspieler. Musiala über die Außenposition hilft uns nicht“, betonte Basler.
Sollte auf der linken Seite ein anderer Spieler gesetzt sein, brauche die Nationalmannschaft wiederum Wirtz im Zentrum. „Da wird es halt auch das eine oder andere Problemchen geben, wenn sie beide fit sind und beide eingeladen werden.“
Experten einig: Wirtz muss als Zehner spielen
Mit seiner Einschätzung steht Basler nicht allein da. Bereits im FIROCKX DOPPELPASS auf SPORT1 hatte Stefan Effenberg ein deutliches Plädoyer für Wirtz auf der Zehnerposition gehalten. Der frühere Nationalspieler betonte, der 23-Jährige könne von der Zehnerposition aus „Spiele entscheiden, das hat er auch in der Bundesliga gezeigt. Aber wenn du Spieler auf eine Position hinschiebst, wo sie sich nicht wohlfühlen, dann funktioniert es nicht.“
Auch SPORT1-Experte Peter Neururer sprach sich klar für Wirtz im Zentrum aus: „Endlich kann Florian Wirtz auf der Position spielen, auf der er stark ist, auf der er groß geworden ist, auf der er teilweise Weltklasse abgerufen hat. Auf Linksaußen ist er abgeschnitten und von anderen Leuten abhängig.“
Unterstützung erhielt diese Sichtweise zudem von Eintracht-Profi Timothy Chandler: „Er ist ein Unterschiedsspieler für jede Mannschaft, in der er spielt. Er ist ein Freigeist. Der muss auf der Position zehn spielen, wo er sich frei bewegen kann. Da gehört er einfach hin.“
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.