Littbarski warnt: Kimmich könnte zum DFB-Problem werden

"Sonst bist du weg": Littbarski über Klopps Ansprüche
2:38

"Sonst bist du weg": Littbarski über Klopps Ansprüche

Wird es für Joshua Kimmich im DFB-Team bald eng? Ex-Weltmeister Pierre Littbarski warnt in der heiklen Personalie. Bei Said El Mala sieht er ebenfalls Schwierigkeiten.

Joshua Kimmich könnte unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp vor einer schwierigen Zukunft stehen. Diese Einschätzung äußerte Ex-Weltmeister Pierre Littbarski in der SPORT1-Sendung „45 – Die Fußball-Halbzeit“.

Der frühere Nationalspieler sieht Kimmich zwar weiterhin als zentrale Persönlichkeit in der deutschen Mannschaft. Gleichzeitig verwies er aber auf die starke Entwicklung der jüngeren Konkurrenz in den jüngsten Länderspielen.

Pierre Littbarski warnt vor Problemen mit Joshua Kimmich beim DFB
Pierre Littbarski warnt vor Problemen mit Joshua Kimmich beim DFBPierre Littbarski warnt vor Problemen mit Joshua Kimmich beim DFB© IMAGO/Jan Huebner

„Kimmich ist auf alle Fälle ein Führungsspieler. Ob er sportlich noch da reinpasst, muss man noch sehen“, betonte Littbarski. Besonders die Bayern-Kollegen Tom Bischof und Aleksandar Pavlovic haben den 66-Jährigen im Mittelfeldzentrum überzeugt. Die geradlinige Spielweise des Duos gefiel ihm: „Die Jungs sind nach vorne sehr flink gewesen.“

Für Klopp könnte die Personalie Kimmich laut Littbarski deshalb zu einer heiklen Aufgabe werden. „Es wird auf alle Fälle eine Sache sein, die man nicht einfach lösen kann. Wenn man ihn ablöst, dann löst man jemanden ab, der nicht nur auf dem Platz, sondern auch hinter den Kulissen eine Führungskraft war. Das ist immer recht schwierig“, erklärte der ehemalige DFB-Spieler.

DEINE MEINUNG

Littbarski: Klopp wird keine Rücksicht nehmen

Er traue Kimmich weiterhin zu, sein Niveau abzurufen: „Aber es ist ein anderer Fußball, den die Jungs die letzten zwei Spiele gespielt haben.“

Beim 2:0 gegen Serbien und beim 0:0 in Griechenland hatte Kimmich auf Anweisung von Klopp nicht zum Kader gehört und so nutzten die jüngeren Konkurrenten die Chance. Mit Blick auf Klopp erwartet Littbarski jedenfalls keine Sonderbehandlung für verdiente Spieler.

Der Weltmeister von 1990 erinnerte an die Zeit des Coaches beim FC Liverpool. „Sie können ja mal Salah fragen. Klopp hat ihn in Liverpool auf die Bank gesetzt und Salah war da nicht glücklich drüber“, sagte Littbarski. „Klopp geht seinen Weg und das ist die einzige Chance, die wir haben. Der Trainer muss knallhart durchgreifen.“

Dieses Vorgehen könnte laut Littbarski ausgerechnet Said El Mala zu spüren bekommen. Der Offensivspieler des 1. FC Köln müsse seine Qualitäten dauerhaft nachweisen. „Du musst jetzt abliefern bei Klopp. Sonst bist du weg vom Fenster“, betonte Littbarski.

Er selbst hatte seine erfolgreichste Zeit einst bei den Geißböcken. Von 1978 bis 1986 und 1987 bis 1993 lief der Edeltechniker für Köln auf. Nun ist El Mala einer seiner Erben.

Schlechte Aussichten für El Mala beim DFB?

Der 20-Jährige durfte zuletzt zwar seine ersten beiden Einsätze im A-Nationalteam feiern, überzeugte jedoch als Joker jeweils nicht. „Man hat aber gesehen, er hat Schwierigkeiten im letzten Spiel beim DFB gehabt. Er hat nicht viele Aktionen gehabt. Das waren so halbe Aktionen. Da fehlte dieser El-Mala-Touch. Das muss er jedes Mal auf den Platz bringen“, erklärte Littbarski.

Im direkten Vergleich habe ihn zuletzt Derry Scherhant vom SC Freiburg deutlich mehr überzeugt. „Der Junge war richtig angezündet“, schwärmte Littbarski.

Für El Mala könnten nun nur noch starke Leistungen im Klub die Rettung sein, um im November erneut zum Kader zu gehören. „Im Klub wird er der Führungsspieler sein. Hoffentlich spielt er so dominant wie letzte Saison“, sagte Littbarski.

Abonniere den Fußball-Newsletter und bleibe immer am Ball! Alle Tore und News direkt in dein Postfach