Matthäus fordert Olise-Verlängerung
"Er will mit euch nicht reden, mit mir nicht reden"
Der FC Bayern strebt eine Vertragsverlängerung mit Michael Olise an. Lothar Matthäus rät zu einer Gehaltserhöhung für den Franzosen - und hat bereits eine Idee zur Gegenfinanzierung im Kopf.
Michael Olise gilt beim FC Bayern als unverkäuflich. Auch wenn dessen Vertrag erst 2029 ausläuft, wollen die Münchner ihren Top-Torjäger längerfristig an sich binden. Bei einem Interwetten-Termin hat sich Lothar Matthäus zu den vertraglichen Bedingungen des Leistungsträgers geäußert – und nahm diesbezüglich auch zu Manuel Neuers möglichem Karriereende Stellung.
Auch wenn Olise zuletzt nicht nur durch seine fußballerische Qualität, sondern auch durch seine rote Karte beim 3:3 gegen Viking Stavanger für Aufsehen gesorgt hat, gibt es für Lothar Matthäus bei Olises Leistung keinen Grund zur Diskussion. Wäre der 65-Jährige Sportdirektor beim Rekordmeister, würde er mit dem Franzosen um zwei oder drei weitere Jahre verlängern.
Selbst wenn er den Vertrag nicht einhalten sollte, für den Experten sei die hohe Ablösesumme entscheidend. „Denn umso länger der Vertrag hintenraus läuft, gesto mehr Ablöse kann ich mitnehmen. Also: Verlängern und zehn Millionen drauflegen“, sagte der Rekord-Nationalspieler bei seinem Sponsorentermin, „Das ist kein schlechtes Geschäft für den FC Bayern und Olise ist glücklich.“
Noch läuft der Vertrag des 24-Jährigen bis 2029, eine Ausstiegsklausel ist nicht enthalten. Wenn es nach Olise geht, könnte sich dies bei einer neuen Vertragsverlängerung aber ändern.
Matthäus: Olise müsste „fast das Vierfache verdienen“
„Der Marktwert ist gestiegen, sein Gehalt ist nicht gestiegen. Wenn man sein Gehalt jetzt dem Marktwert anpassen würde, dann müsste er fast das Vierfache verdienen“, schlussfolgerte Matthäus.
Aktuell liegt der Marktwert des Franzosen bei satten 180 Millionen Euro. „50 Millionen hat er gekostet, also rechnen wir mal mit dreieinhalb mal so viel. Dann müsste er so 48 Millionen verdienen.“, vollendete der TV-Experte seine Rechnung. Und doch ruderte er mit seiner Aussage im nächsten Satz etwas zurück: „Bayern muss ihm jetzt keine 48 Millionen geben. Ich habe nur den Marktwert mit dem Gehalt verglichen. Dass soll nicht heißen, dass Olise 50 Millionen verdienen muss.“
Er ergänzte: „Jetzt wird Uli Hoeneß sagen, dass ich mich mit Zahlen nicht auskenne. Aber ich weiß, von was ich rede und was andere Spieler verdienen.“ Ein Schlüsselspieler wie Olise bringe das Geld in seinen Augen nicht nur auf dem Platz, sondern auch durch Merchandising-Einnahmen wieder ein.
Wen Matthäus noch im Hinterkopf hat
Sollte Manuel Neuer seine Karriere nach dieser Saison, wie im Sommer dieses Jahres signalisiert, beenden, hätte der TV-Experte zudem auch eine Idee, wie der FC Bayern eine noch höhere Summe für den Franzosen aufbringen könnte. „Man kann auch sagen: Wenn Neuer nächstes Jahr weg ist, spart man 20 Millionen. Dann kannst du die Hälfte an Olise geben und du hast trotzdem noch zehn Millionen gespart.“
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2024 war der Rechtsaußen von Crystal Palace für eine Ablösesumme von 53 Millionen Euro zum Rekordmeister gewechselt und entwickelte sich zum Top-Torjäger der Münchner. Aktuell ist Olise zudem ein heiß gehandelter Kandidat für den Ballon d’Or.