Matchdart fliegt raus! Drama bei Andersons Final-Sieg
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München - Gary Anderson beendet seine Durststrecke in Blackpool und schafft es damit in einen elitären Kreis um Phil Taylor. Doch Zeit zum Feiern hat der Schotte nicht.

Gary Anderson hat es endlich geschafft! Im zehnten Anlauf beim World Matchplay gelang dem 47-jährigen Schotten der erste Sieg beim nach der Weltmeisterschaft prestigeträchtigsten Turnier der Professional Darts Corporation (PDC).

Mit dem nervenaufreibenden 21:19-Sieg im hochklassigen Finale gegen den Österreicher Mensur Suljovic sicherte sich Anderson die sogenannte "Triple Crown". Der "Flying Scotsman" hat mit dem World Matchplay, der Weltmeisterschaft und der Premier League nun die drei wichtigsten PDC-Turniere gewonnen.

Vor Anderson gelang dies nur Michael van Gerwen und Darts-Legende Phil Taylor, nach dem die Matchplay-Trophäe erstmals in diesem Jahr benannt wurde. Anderson war bei der 25. Auflage des Turniers erst der achte Gewinner. (Darts live bei DAZN. Jetzt kostenlosen Testmonat sichern!)

Hier wird Gary Anderson zum Sieger gekrönt

Andersons Match-Dart fällt wieder raus

Im längsten Finale der Geschichte in Blackpool sah der Schotte beim Stand von 17:13 schon wie der sichere Sieger aus, verpasste den vorzeitigen Sieg aber unglücklich.

"Als der Match-Dart auf das Bull's Eye wieder herausflog, war das frustrierend", gestand Anderson. In der Folge kämpfte sich Suljovic noch einmal auf 17:17 heran. Anderson behielt jedoch die Nerven und entschied das Spiel für sich.

So bleibt dem Doppel-Weltmeister der Winter Gardens am Ende doch in guter Erinnerung. "Das ist jetzt für mich ein besonderer Ort und ich freue mich auf meine Titelverteidigung im nächsten Jahr."

Da ist das Ding! Anderson packt den 9-Darter aus

Keine Pause nach perfektem Turnier

Anderson erhielt für seinen Sieg im englischen Badeort insgesamt 160.000 Pfund - 115.000 für den Turniersieg und 45.000 für seinen 9-Darter im Viertelfinale.

Damit verteidigte der 47-Jährige seinen vierten Platz in der PDC Order of Merit. Einen großen Sprung machte derweil der Niederländer Jeffrey de Zwaan. Der Favoritenschreck, der es bis ins Halbfinale gegen Anderson geschafft hatte, machte 18 Plätze gut und belegt nun Rang 50.

Zeit zum Feiern hat Anderson nach seinem Premierentitel jedoch nicht. Bereits am Montagmorgen ging es mit dem Flugzeug nach Neuseeland, wo am Wochenende das Auckland Darts Masters ansteht.

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