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Mike Collins (Mitte) war der Matchwinner für den ERC Ingolstadt
Mike Collins (Mitte) war der Matchwinner für den ERC Ingolstadt © Imago
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Der ERC Ingolstadt meldet sich nach einer dramatischen Verlängerung in der Viertelfinalserie gegen Mannheim zurück. München siegt dank Olympia-Helden.

Titelverteidiger Red Bull München benötigte ein furioses Schlussdrittel, der Hauptrundenzweite Eisbären Berlin dominierte von Beginn an: Die Favoriten sind im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (LIVE im TV auf SPORT1) mit Heimsiegen in Führung gegangen.

Hauptrundenprimus München gewann nach 0:2 noch 5:2 (0:1, 1:1, 4:0) im dritten Spiel gegen den krassen Außenseiter Fischtown Pinguins Bremerhaven und führt in der Best-of-seven-Serie ebenso mit 2:1 wie die Berliner. Beim 8:1 (3:0, 2:0, 3:1) gegen Vizemeister Grizzlys Wolfsburg hatte das Team des früheren Bundestrainers Uwe Krupp deutlich weniger Probleme als München.

Die Kölner Haie verbuchten ihren zweiten Sieg dagegen erneut auswärts: Bei den Nürnberg Ice Tigers setzte sich der achtmalige Meister mit 4:2 (1:1, 1:1, 2:0) durch. Der ERC Ingolstadt meldete sich mit dem 4:3 (1:0, 0:1, 2:2, 1:0) nach Verlängerung gegen Adler Mannheim zurück und verkürzte auf 1:2.

Die Pyeongchang-Helden Frank Mauer und Patrick Hager waren mit je zwei Toren die Matchwinner der Red Bulls. "Wir schaffen es bis jetzt nicht, 60 Minuten unser Spiel aufs Eis zu bringen. Wir sind noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen", sagte Hager selbstkritisch.

München gerät in Rückstand

Die Münchner gerieten überraschend durch Überzahltore von Christopher Rumble (14.) und Mike Hoeffel (31.) in Rückstand. Mauer verkürzte (33.) und fand nach dem zweiten Drittel bei Telekom Sport klare Worte: "Wir spielen einfach nicht gut genug und sind immer einen Schritt zu spät. Wir sind nicht konzentriert genug."

Gleich drei Olympiahelden sorgten für den Ausgleich: Nach Vorarbeit von Yannic Seidenberg und Dominik Kahun traf Hager in Überzahl zum 2:2 (42.). Es dauerte bis zur 48. Minute, ehe Mauer die Gastgeber zum ersten Mal in Führung brachte. Hager (53.) und Jonathan Matsumoto (57.) erhöhten auf 5:2.

Köln schockt Nürnberg erneut

Schon nach 22 Sekunden brachte Philippe Dupuis die Gastgeber in Nürnberg in Führung. Blair Jones glich für die Haie aus (19.). Auch auf das 2:1 von Steven Reinprecht (26.) fanden die Kölner durch Sebastian Uvira (29.) eine passende Antwort. Den dritten Auswärtssieg im dritten Spiel der Serie sicherten Jones (45.) und Philip Gogulla (60.).

Bereits am Dienstag (ab 19.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) könnte der achtmalige Meister vor eigenem Publikum auf 3:1 erhöhen.

Collins lässt Ingolstadt jubeln

In Ingolstadt stand das Spiel lange im Zeichen der starken Nationaltorhüter Timo Pielmeier und Dennis Endras. Tim Stapleton überwand Endras zur ERC-Führung (14.). Andrew Desjardins ließ auf der Gegenseite nach einem klugen Querpass von Daniel Sparre Pielmeier keine Chance (23.).

Im dritten Durchgang ging es hin und her: Ville Koistinen (47.) und Thomas Greilinger (51.) trafen für die Gastgeber, Marcel Goc (50.) und Spare (53.) glichen jeweils aus. Für die Entscheidung sorgte Michael Collins (73.), nachdem der Ingolstädter Brett Olson nach einem Kopfstoß eine Matchstrafe erhalten hatte (68.). 

Die Spiele im Stenogramm: 

Red Bull München - Fischtown Pinguins Bremerhaven 5:2 (0:1, 1:1, 4:0)
Tore: 0:1 Rumble (13:44), 0:2 Höffel (30:37), 1:2 Mauer (32:38), 2:2 Hager (41:06), 3:2 Mauer (47:14), 4:2 Hager (52:19), 5:2 Matsumoto (56:14)
Zuschauer: 5910
Strafminuten: München 16 - Bremerhaven 18
Playoff-Stand: 2:1

Thomas Sabo Ice Tigers - Kölner Haie 2:4 (1:1, 1:1, 0:2)
Tore: 1:0 Dupuis (0:22), 1:1 Jones (18:46), 2:1 Reinprecht (25:39), 2:2 Uvira (28:38), 2:3 Jones (44:35), 2:4 Gogulla (59:51)
Zuschauer: 7672
Strafminuten: Nürnberg 6 - Köln 6
Playoff-Stand: 1:2

ERC Ingolstadt - Adler Mannheim  4:3 (1:0, 0:1, 2:2, 1:0) n.V.
Tore: 1:0 Stapelton (13:12), 1:1 Desjardins (22:23), 2:1 Koistinen (46:40), 2:2 Goc (49:45), 3:2 Greilinger (50:51), 3:3 Sparre (52:52), 4:3 Collins (73:00)
Zuschauer: 4815
Strafminuten: Ingolstadt 13 plus Matchstrafe und Disziplinar (Olsen) - Mannheim 12
Playoff-Stand: 1:2

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