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IHOCKEY-WORLD-ITA-GER © Getty Images
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Köln - Das DEB-Team hält mit dem Sieg gegen Italien den Viertelfinaltraum bei der Eishockey-WM am Leben. Leon Draisaitl spielt gleich eine wichtige Rolle.

Die deutschen Eishockey-Herren haben mit NHL-Jungstar Leon Draisaitl die Pflichtaufgabe gegen Italien souverän gelöst und halten nach dem 4:1 das Erreichen des Viertelfinals bei der Eishockey-WM (vom 5. bis 21. Mai LIVE im TV auf SPORT1) in eigener Hand. (Spielplan und Ergebnisse)

Die Entscheidung über den Sprung in die K.o.-Runde fällt am Dienstag (ab 19.45 Uhr LIVE im TV bei SPORT1 und im LIVETICKER) im direkten Duell mit Lettland, zu denen das DEB-Team aufschloss. (Die Tabellen)

Nur der Sieger sichert sich Rang vier und damit die Teilnahme an der Vorschlussrunde.

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"Als Team hatten wir sehr gute Phasen, für mich persönlich war es okay", sagte Draisaitl bei SPORT1: "Ich bin noch nicht bei 100 Prozent, ich bin erst neun Stunden vorher aus dem Flieger gestiegen. Aber ich wollte hier sein und dem Team helfen, und ich bin sicher, dass ich jetzt von Spiel zu Spiel stärker werde."

"Sensationell, was er sofort für Impulse gegeben hat", meinte DEB-Präsident Franz Reindl, "er ist so dominant, da hat alles Hand und Fuß." Auch Bundestrainer Marco Sturm war vom Angreifer der Edmonton Oilers begeistert: "Er macht alle Spieler besser - egal, wer auf dem Eis steht."

Draisaitl mit erstem Scorerpunkt

Draisaitl, in der vergangenen NHL-Hauptrunde achtbester Scorer und in den Play-offs mit 16 Punkten in 13 Spielen, wurde von den 18.712 Zuschauern in der ausverkauften Lanxess Arena mit großem Jubel begrüßt und drückte dem Spiel sofort seinen Stempel auf. Seinen genialen Pass nutzte Ehrhoff zur frühen Führung (4.). (Der TICKER zum Nachlesen)

Die Italiener antworteten aber umgehend. Michele Marchetti tunnelte Danny aus den Birken (4:21), der wie schon gegen Dänemark zunächst äußerst unsicher wurde. Das DEB-Team tat sich danach trotz drückender Überlegenheit schwer, Torchancen zu erspielen.

Kurz vor Drittelende schlug Matthias Plachta bei eigenem Power Play aber zu, erzielte das 2:1 (19.).

Zweites Drittel entscheidend

Auch ins zweite Drittel legte die Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm einen Schnellstart hin. Stürmer Yannic Seidenberg erzielte auf Vorlage seines Bruders Dennis den dritten deutschen Treffer (22:46). "Es hat schon lange nicht mehr geklappt", sagte Yannic Seidenberg über seine lange Durstrecke im DEB-Dress. "Zum Glück hat es heute wieder geklappt.

Italien brach nach Seidenbergs Treffer ein, kam überhaupt nicht mehr aus der eigenen Hälfte raus. Dominik Kahun legte folgerichtig zum 4:1 (26:00) nach. Danach war die Nervosität endgültig verflogen. Auch aus den Birken wurde ruhiger und sicherer.

Grubauer soll gegen Lettland starten

Dennoch wird es wohl vorerst seine letzte Partie gewesen sein. Eine Stunde nach Leon Draisaitl war auch NHL-Torhüter Philipp Grubauer angekommen.

Der 25-Jährige, mit den Washington Capitals am Titelverteidiger Pittsburgh Penguins gescheitert, nahm auf der Bank Platz - für den angeschlagenen Thomas Greiss, dessen Instagram-Like bei einem Hitler-Vergleich am Freitag für großen Wirbel gesorgt hatte.

Gegen Lettland soll Grubauer anstelle von aus den Birken im Tor stehen. (So läuft die Eishockey-WM)

Draisaitl dämpft Hype

Grubauers NHL-Kollege Draisaitl zeigte immer wieder seine unglaubliche Spielübersicht, setzte seine Sturmkollegen Brooks Macek und Plachta in Szene, versuchte es aber auch mit einem Solo, scheiterte jedoch an Torwart Andreas Bernard (37.).

Den Wirbel um seine Person versuche er auszublenden, sagte Draisaitl bei SPORT1, "ich spiele immer noch für Deutschland und nicht für mich selbst".

"Man hat schon vor dem Spiel gemerkt, dass die Stimmung gut war", berichtete Sturm, "jeder war glücklich, dass er den weiten Weg gemacht hat."

Die zwei Ruhetage kommen Draisaitl persönlich sehr gelegen. "Es geht schon an die Grenzen", gestand er bei SPORT1 ein. "Wir werden die Tage nutzen, um uns zu formieren." Gegen Lettland dürfen die Fans ein "Battle" erwarten, versprach Draisaitl.

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