Extraschicht: DEB-Team verliert in Penaltyschießen
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Deutschland verliert beim ersten Heimauftritt nach Olympia gegen die Slowakei nach Penaltyschießen. Am Sonntag (LIVE auf SPORT1) kommt es zum nächsten Duell.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat im ersten Heimspiel nach dem Olympia-Coup eine knappe Niederlage kassiert. 48 Tage nach dem sensationellen Gewinn der Silbermedaille musste sich die Auswahl von Bundestrainer Marco Sturm im WM-Testspiel in Weißwasser der Slowakei mit 1:2 (0:0, 1:0, 0:1, 0:0) nach Penaltyschießen geschlagen geben.

Den entscheidenden Penalty für die Slowakei verwandelte Martin Bakos. Vor 2750 Zuschauern in der ausverkauften Halle von Weißwasser hatte DEB-Kapitän Nicolas Krämmer in der 39. Minute den kuriosen Führungstreffer erzielt. Der Profi der Kölner Haie traf zunächst die Latte, nach einer Bogenlampe sprang der Puck vom Körper des slowakischen Goalies ins Tor. In der 44. Minute gelang David Buc der Ausgleich. 

Kurios: Eishockey-Keeper köpft sich Puck ins Tor

Krämmer mit Kritik

"Ich bin froh, dass er reingefallen ist, ich hatte vorher lange nicht getroffen", sagte Krämmer bei SPORT1, er übte aber auch deutliche Kritik: "Wir haben zu viele dumme Strafzeiten genommen, das ist international gefährlich."

Die Fans feierten die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), auch wenn von den 25 Olympia-Helden keiner auf dem Eis stand. Verteidiger Björn Krupp (Wolfsburg) und Torhüter Timo Pielmeier (Ingolstadt) sollen ebenso wie WM-Shootingstar Frederik Tiffels beim zweiten Duell gegen die Slowakei am Sonntag (ab 16.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in Dresden zum Einsatz kommen. Am Samstag wurde das Trio noch geschont.

Team noch nicht eingespielt

Ohne die Verstärkung konnte die junge deutsche Mannschaft nicht ganz an den starken 4:3-Sieg nach Verlängerung im zweiten Testspiel in Russland gegen den Olympiasieger anknüpfen. Das Sturm-Team war zwar bemüht, die fehlenden Automatismen vor allem im Angriff waren aber unübersehbar.

Bei den Länderspielen am 19. und 21. April in Wolfsburg und Berlin gegen Frankreich wird der Kader kräftig verändert, unter anderem kehren Nationalspieler der gescheiterten DEL-Halbfinalisten Adler Mannheim und Nürnberg Ice Tigers zurück. Auch die ausgeschiedenen NHL-Profis Dennis Seidenberg und Leon Draisaitl sollen dann auflaufen. Die WM findet in Dänemark (4. bis 20. Mai) statt.

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Deutsche Defensive stark

Auf die zehn Olympia-Teilnehmer, die derzeit im DEL-Finale zwischen Red Bull München und Eisbären Berlin stehen, muss Sturm noch länger verzichten. Gar nicht mehr zur Verfügung stehen die Olympia-Helden Christian Ehrhoff, Marcel Goc und Patrick Reimer, die ihre Karriere beendet haben.

Die zweite Reihe sammelte im dritten WM-Testspiel weitere internationale Erfahrung und wusste gegen körperlich robuste Slowaken vor allem in der Defensive zu überzeugen. Bundestrainer Sturm hatte im Vorfeld verstärktes Augenmerk auf das Über- und Unterzahl gelegt, und die Special-Teams gefielen.

Für Sturm kam es auch zum Wiedersehen mit seinem ehemaligen Trainer Craig Ramsey, der früher bei den NHL-Teams in Boston und Florida gecoacht hatte und inzwischen die Slowaken an der Bande betreut.

Das Spiel im Stenogramm:

Deutschland - Slowakei 1:2 (0:0, 1:0, 0:1, 0:0, 0:1) n.P.
Tore: 1:0 Krämmer (38:31), 1:1 Buc (43:51), 1:2 Martin Bakos (Penalty)
Zuschauer: 2750 (ausverkauft)
Strafminuten: Deutschland 8 - Slowakei 4

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