Deutschland verliert Krimi - und Krupp die Nerven
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Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft verliert ihr vorletztes Testspiel vor der WM. Gegen den Gastgeber überragt NHL-Star Leon Draisaitl.

Warnschuss für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft: Trotz einer starken Leistung des NHL-Stars Leon Draisaitl hat das Team von Bundestrainer Marco Sturm seinen vorletzten Test vor der WM gegen Gastgeber und Auftaktgegner Dänemark mit 3:4 (1:0, 2:3, 0:0, 0:1) nach Verlängerung verloren.

Der Stürmer der Edmonton Oilers war mit einem Tor und zwei Vorlagen zwar der überragende Spieler, konnte neun Tage vor dem WM-Start die vierte Niederlage im siebten Vorbereitungsspiel aber nicht verhindern.

Draisaitl war im dänischen Vojens einmal selbst erfolgreich (31.) und bereitete die Treffer des Ingolstädters Fabio Wagner (17.) und des Mannheimers Matthias Plachta (38.) vor. Für die Dänen trafen Nicolai Meyer (25.), Nicklas Jensen (30.), Morten Poulsen (35.) und Frederik Storm (63.). 

Noch ohne Seidenberg

Sturm verzichtete noch auf NHL-Verteidiger Dennis Seidenberg von den New York Islanders, der erst am Montag aus den USA eingeflogen war. "Ich freue mich, wieder im Kreise der Nationalmannschaft zu sein", sagte der 36-Jährige, der am Freitag (ab 13.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) im letzten Test gegen Südkorea in Odense erstmals zum Einsatz kommen soll: "Ich fühle mich gut."

Erst zum WM-Auftakt am 4. Mai in Herning gegen Dänemark wird das deutsche Team komplett sein: Dann stehen dem Bundestrainer auch NHL-Verteidiger Korbinian Holzer (Anaheim Ducks) und die Nationalspieler der DEL-Finalisten Red Bull München und Eisbären Berlin zur Verfügung.

Tor-Debüt von Wagner

Angeführt von Draisaitl dominierte die DEB-Auswahl das erste Drittel. Marcel Müller (4.), Plachta (8.) und Stefan Loibl (10.) ließen zunächst allerdings gute Torchancen ungenutzt. Die Führung erzielte Abwehrspieler Wagner mit seinem ersten Länderspieltor. Daniel Pietta verpasste wenige Sekunden später das 2:0, als er das leere Tor verfehlte (18.). 

Die Dänen mit NHL-Stürmer Frans Nielsen (Detroit Red Wings) sowie den DEL-Profis Sebastian Dahm (Iserlohn), Nikolas Jensen (Bremerhaven) und Patrik Björkstrand (Nürnberg) kamen im zweiten Drittel besser ins Spiel und stellten die deutsche Defensive vor große Probleme. 

Im Angriff jedoch lief es gut - vor allem wegen Draisaitl, der zunächst mit einer sehenswerten Einzelaktion erfolgreich war und dann für Plachta auflegte. Im Schlussabschnitt musste das Sturm-Team vier Unterzahlsituationen in Folge überstehen, ehe es in die Verlängerung ging.

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