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Auch im eSports sind hohe Ablösesummen keine Seltenheit mehr © Riot Games
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Transfers sind inzwischen auch Gang und Gäbe im eSports. Laut Medienberichten haben nun zwei Dänen für 500.000 US-Dollar den Arbeitgeber gewechselt.

Knapp eine halbe Millionen US-Dollar soll OpTic Gaming für die Verpflichtung von Josh "Snappy" Gauntt und Jakob "JUGi" Hansen auf den Tisch gelegt haben. Das berichtet die dänische Zeitung BT. Die beiden sind Spieler im Shooter Counter-Strike: Global Offensive (kurz: CS:GO) und waren rund ein Jahr beim eSports-Team Heroic unter Vertrag.

Nun nehmen sie die Maus für die Amerikaner von OpTic in die Hand. Wie auch im realen Sport sind Spielertransfers auch im eSports inzwischen Alltag. Auch die Summen gleichen sich denen anderer großer Sportarten an. Dabei zählen Snappy und JUGI nicht zur absoluten Weltelite.

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500.000 für den Besten der Welt

Der aktuell vielleicht beste CS:GO-Spieler Oleksandr "s1mple" Kostyliev sei nach Recherchen der Webseite Dbltap alleine rund 500.000 US-Dollar wert. Als es Anfang April um einen Wechsel seiner Person ging, habe sein Team Natus Vincere diesen Preis gefordert. Der Deal kam am Ende nicht zu Stand, auch weil der damalige Interessent Immortals Teamkollege Egor "flamie" Vasilyev dazu haben wollte, was im Gesamtpaket noch einmal 750.000 Dollar mehr gekostet hätte.

Zwar sind das keine 222 Millionen Euro (ca. 247 Millionen US-Dollar) wie beim Wechsel von Neymar vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain, dennoch sind auch im eSports die Summen explodiert. 

In der deutschen Szene machte das Topteam BIG mit der Verpflichtung von Tizian 'tiziaN' Feldbusch Schlagzeilen. Dies soll der teuerste deutsche CS:GO-Transfer gewesen sein, eine Summe wurde nicht genannt. Spekuliert wird über einen mittleren fünfstelligen Betrag, den das Berliner Team an ALTERNATE aTTaX überwies.

Kurze Verträge und schnelllebiges Business

Nicht nur in Counter-Strike wird munter gewechselt. Im asiatischen Handyspiel Honor of Kings sind im Februar 1,2 Millionen Euro für den Gamer Zhang "Lao Shuai" Yuchen geflossen

Generell ist der eSports ein schnellebiger Sport, bei dem ein Team aus vier bis sechs Spielern selten länger als ein Jahr zusammen bleibt. Auch Verträge werden in der Regel nicht länger als ein Jahr abgeschlossen. 

Als das CS:GO-Veteranenteam Virtus.pro Ende 2016 einen Vierjahresvertrag unterschrieb, war das ein Novum. Inzwischen wechselte das Quintett wegen des ausbleibenden Erfolgs Altstar Wiktor "TaZ" Wojtas aus.

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