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FIFA 18 im Duell mit PES
FIFA 18 im Duell mit PES © EA/Konami
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Die UEFA hat bekanntgegeben, die Champions-League-Rechte für Games neu auszuschreiben. Die Partnerschaft mit Konami endet, FIFA darf hoffen.

Pünktlich zum Ende der Saison 2017/18 werden auch in diesem Jahr wieder Lizenzrechte für Videogames neu vergeben. Auf dem Markt der Fußballsimulationen gibt es zwei große Player: Electronic Arts mit EA Sports FIFA 18 und Konami mit Pro Evolution Soccer 2018 (PES).

Kommt die Champions League in FIFA 19?

Am Mittwoch gab die UEFA auf ihrer Homepage bekannt, die Champions League-Rechte neu auszuschreiben. Mit dem Schlusspfiff des CL-Finals am 26. Mai in Kiew endet die zehnjährige Partnerschaft zwischen Konami und dem Fußballverband vorerst, EA Sports erhält eine neue Chance auf das begehrte Paket.

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"Dieses Jahr wollen wir unseren Fokus auf andere Bereiche lenken", lautet das klare Statement von Jonas Lygaard, Senior Director of Brand & Business Development bei Konami. "Wir möchten (...) andere Wege finden, wie Konami und die UEFA weiterhin zusammenarbeiten können."

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Die Champions League war lange Zeit der einzige europäische Top-Wettbewerb in den Händen von PES. Durch den Zweikampf um die Rechte muss Pro Evolution Soccer in vielen Ligen auf Fantasievereine und ausgedachte Spielernamen zurückgreifen. So findet man zum Beispiel in der englischen Liga statt dem Everton F.C. den Club "Merseyside Blue". 

Kooperationen mit Vereinen als Schlüssel?

Über die vergangenen Jahre hinweg hat Konami immer wieder versucht, einzelne Rechte zu kaufen und in diesem Punkt seinen Rückstand auf FIFA zu verkürzen, das lieber in den FUT-Modus, sein Gameplay und den Managermodus investierte. Dadurch landeten zum Beispiel die Rechte an der brasilianischen und chilenischen Liga exklusiv beim japanischen Spieleentwickler.

Im ebenfalls nicht zu vernachlässigenden Gebiet eSports hat FIFA einiges an Boden gut gemacht. Spätestens mit dem FIFA eWorld Cup im FUT-Modus gibt es einen professionellen Wettbewerb mit einheitlichen Regeln und weltweiten Qualifikationen. Die PESLeague als "offizieller eSports-Wettbewerb der Champions League" kann da nicht mithalten.

Die Bundesligarechte sind ähnlich wie ein Großteil der anderen nationalen Ligen fest in der Hand von EA. Mit Adidas und Nike bestehen dazu umfassende Kooperationen. Während der vergangenen Saison konnte PES jedoch auch im deutschen Lizenzgebiet kleine Erfolge feiern.

Durch eine Partnerschaft mit Borussia Dortmund sucht man den Signal Iduna Park vergeblich in FIFA, während PES eine originalgetreue Nachbildung verwenden darf. Der FC Barcelona wird sich mit seinen eSports-Bemühungen einer PES-Liga anschließen. Vermutlich möchte das Unternehmen hier ansetzen und sein Portfolio ausbauen, doch mit einem Konkurrenten wie EA wird das alles andere als einfach.

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