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Worlds 2020: Darum wird Suning Weltmeister in League of Legends © Riot Games
Lesedauer: 4 Minuten
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Außenseiter und trotzdem im Finale. Mit Suning hat am kommenden Wochenende niemand gerechnet. Und trotzdem wird der LPL-Dritte am Samstag Weltmeister. in League of Legends.

In der Saison 2016/2017 trafen am zweiten Bundesligaspieltag der SV Darmstadt und Eintracht Frankfurt aufeinander. Selbst nach 90 Minuten stand es am Ende 0:0. Dann aber, wie aus dem Nichts, gelang den Lilien das mehr als glückliche Tor zum 1:0, das wenig später auch der Siegtreffer sein sollte.

Im Nachgang gab der damalige Darmstädter-Chef einen Satz von sich, der für das kommende Wochenende nicht treffender sein könnte: "Deshalb lieben wir alle doch den Fußball, dass ein paar Sachen passieren können, die man zum Schluss nicht mehr wirklich erahnt."

Auch, wenn es morgen nicht um des Deutschen liebster Sport geht, so kann dieser Satz auch auf das bevorstehende Weltmeisterschaftsfinale in League of Legends angewandt werden. Niemand hatte Suning auf dem Schirm, niemand hatte damit gerechnet, dass der LPL-Dritte am Ende um die Krone spielen wird. Überraschung geglückt.

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Darum wird Suning Weltmeister

Man muss ganz klar sagen: Im anstehenden Matchup steht Suning eindeutig als Außenseiter beziehungsweise Underdog im Ring.

DAMWON bezwang mühelos die besten Teams der LCK und gewann den Summer Split mit einem locker flockigen 3:0 gegen DRX.- Ein Kunsstück, dass der Südkoreanische Champion vor wenigen Tagen im Viertelfinale wiederholte. Auch G2 Esports hatte keinerlei Chance, zwackte dem LCK-Sieger zwar ein Spiel ab, mehr gelang den Europäern am Ende aber auch nicht.

Doch allen Vorschusslorbeeren zum Trotz, wird Suning Weltmeister.

Warum?

Zunächst einmal kämpften sich die Chinesen durch eine schwerere Gruppenphase, als die koreanische Konkurrenz. Während DAMWON leichtes Spiel mit Teams wie Rogue sowie PSG Talon hatte und sich maximal bei JD Gaming anstrengen musste, sah das Ganze bei Suning schon etwas anders aus.

https://twitter.com/suning_gaming/status/1322153164137619456

Mit G2 Esports und Team Liquid hatten das Team aus Nanjing stärkere Konkurrenz vor der Nase. Zwar war von vorneherein "klar", dass G2 und Suning durchkommen würden, doch aktivierte ausgerechnet Liquid im Gruppenphasenendspurt den Teamboost und sicherte sich drei Siege in Folge. Hätte Suning daraufhin nicht G2 bezwungen, doppelt übrigens, sähe das kommende Wochenende vermutlich ganz anders aus.

Auch nach der Gruppenphase sollte es nicht einfacher werden.

Bereits im Viertelfinale kam es zum LPL internen Kräftemessen: JD Gaming und Suning spielten um den Einzug in die Semis. Eine Partie, bei der schon jeder im Vorfeld dem LPL-zweiten (JDG) einen Durchmarsch garantierte - erneut geriet Suning in die Underdogrolle. Aber wie das eben ab und zu so ist, kam es erstens anders und zweitens als man denkt.

Anstatt JDG bei einem 3:0 stomp zuschauen zu dürfen, rasierte der LPL-Dritte die Konkurrenz von vorne bis hinten und gewann souverän mit 3:1. Gleiches Spiel wenig später im Halbfinale. Hier wartete niemand geringeres als der LPL-Champion selbst, Top Esports. Interessanterweise offenbarte das Top-Team Chinas in der Partie zuvor gegen Fnatic große Schwächen. Suning eindeutig für sich zu nutzen wusste.

Es folgte eine beinah einseitige Partie, mit dem gleichen Ergebniss: Suning 3, die Konkurrenz 0. 

Ein Team der Underdogs

Allgemein ist bekannt: die LPL ist die stärkste Liga in League of Legends. Die Premiere League, um bei einem Vergleich zum Profifußball zu bleiben.

Während in den vergangenen Jahren Teams wie Royal Never Give Up, Invictus Gaming oder FunPlus Phoenix doiminierten, flog Suning bislang unter dem Radar. Dennoch verfügt die eSports-Organisation über talentierte Spieler, die in der Vergangenheit internationale Luft schnuppern konnten. Unter anderem gehört Supporter Hu "SwordArt" Shuo-Chieh zu den erfahreneren Profis.

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Dieser spielte mehr als fünf Jahre für die yoe Flash-Wolves, später nur noch Flash Wolves und trat unter anderem bei den Worlds wie auch dem Mid-Season Invitational gegen die Weltelite an. Die restlichen Spieler Angel und Bin sind Eigengewächse, die schon seit der Gründung Sunings im Jahre 2016 für die Organisation spielen. Lediglich SofM spielte zuvor bei Snake Esports und LNG Esports.

Darüber hinaus verfügt Suning über einen der vielseitigsten Roster der LPL. Gegenwärtig stehen insgesamt zehn Spieler auf dem Gehaltszettel der eSports-Organisation.

Der neue Weltmeister

Genau dieses Zusammengehörigkeitsgefühl und das Wissen, auch vermeintlich unbesiegbare Teams zu schlagen, wird für Suning der Schlüssel zum Erfolg werden. Vielleicht ist DAMWON der amtierende LCK-Champion, vielleicht hat DAMWON G2 und DRX haushoch geschlagen, aber dennoch hat Suning eindrucksvoll gezeigt, dass der Status “Champion zu sein” im Rift wenig Bedeutung hat.

Top Esports kann hiervon ein Liedchen singen. 

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