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Der FC Bayern hängt die nationale Konkurrenz durch den eSports-Einstieg meilenweit ab. Künftig sollen eigene Scouting-Turniere für bayerische Talente stattfinden.

Der Einstieg in den eSports lohnt sich für den FC Bayern finanziell enorm.

Wie die Sport Bild berichtet, kassiert der Deutsche Meister von seinem neuen Platin-Partner Konami 15 Millionen Euro in drei Jahren.

Damit hängt der FCB die nationale Konkurrenz um Welten ab, andere Bundesligisten wie Borussia Mönchengladbach oder RB Leipzig sollen maximal einen kleinen sechsstelligen Betrag von ihren Partnern kassieren.

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Für die finalen Verhandlungen flog Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge laut der Zeitschrift Ende Oktober extra zu dem Videospiele-Hersteller nach Japan.

Auch Uli Hoeneß sei in die Entscheidung eingebunden gewesen. Der Ex-Präsident gilt als großer Kritiker des eSports, habe jedoch sein Einverständnis gegeben, weil Bayern nur im virtuellen Fußball einsteigt und Egoshooter wie Counter-Strike ablehnt.

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Ultras üben Kritik an eSports-Entscheidung

Nach der Verkündung des Deals im Dezember übten die Ultras herbe Kritik, auf einem großen Banner während des Spiels gegen Werder Bremen schrieben die Fans: "'Mia san mia' heißt auch, nicht jedem Scheiß wegen Kohle hinterherlaufen - kein 'eSport' beim FC Bayern."

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Trotz der Kritik nimmt Bayern mittlerweile an der "eFootball. Pro League" von Konami statt, in der die Fußballsimulation Pro Evolution Soccer gespielt wird.

Mit dem FCB in einer Liga spielen unter anderem Schalke 04 und Manchester United, Favoriten auf den Titel sind der FC Barcelona und AS Monaco. Bayern peilt eine Top-6-Platzierung an, mit der sie sich für die Playoffs qualifizieren würden.

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Da Konami jedoch ein großer Konkurrent von Electronic Arts ist, das die "Virtuelle Bundesliga" mit dem Klassiker FIFA20 betreibt, ist das Engagement für den Ausrichter DFL ein herber Schlag.

Aus Rücksicht auf Partner Konami nimmt Bayern zumindest in dieser Saison nicht an der VBL teil, dies soll laut Sport Bild auch bis zum Vertragsende 2022 so bleiben.

Bayern plant Scouting-Turniere

Vertreten wird Bayerns eSports-Team derzeit von den Spaniern Alejandro Alguacil, Miguel Mestre und José Carlos Sánchez.

Der österreichische Trainer Matthias Luttenberger kommuniziert auf Englisch mit dem Trio, künftig sollen aber auch deutsche Spieler beim FCB einsteigen. Dafür sollen ab Januar eigene Scouting-Turniere angeboten werden, bei denen Talente aus Bayern gefunden werden sollen.

"Auch im eSport wollen wir unsere Heimat nicht vernachlässigen. Deshalb werden wir Scouting-Turniere in Bayern veranstalten", erklärt Stefan Mennerich, Direktor Medien, Digital und Kommunikation bei den Münchnern.

Der Deutsche Meister macht auch im eSports Ernst.

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