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Boss Martin Kind wünscht sich Frieden und Ruhe bei Hannover 96
Boss Martin Kind wünscht sich Frieden und Ruhe bei Hannover 96 © Getty Images
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München - Martin Kind legt Torhüter Ron-Robert Zieler mit harten Worten einen Vereinswechsel nahe. Nun rudert der Boss von Hannover 96 bei SPORT1 etwas zurück.

Die Zukunft von Torhüter Ron-Robert Zieler ist derzeit das beherrschende Thema bei Hannover 96.

Nachdem Martin Kind dem Weltmeister von 2014 zuvor mit deutlichen Worten einen Vereinswechsel nahegelegt hatte, rudert der 96-Boss bei SPORT1 jetzt zurück.

"Ich hätte es sensibler formulieren können, aber es bleibt bei der gleichen und ehrlichen Aussage", erklärte Kind. "Jetzt dem Jungen wieder Hoffnungen zu machen, wäre falsch. Ich kenne die Meinung der sportlichen Leitung und deshalb kann ich Zieler das nur empfehlen. Das ist eher gut gemeint als böse."

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Der 76-Jährige hatte zuvor bei der Neuen Presse über Zieler gesagt: "Wenn Zieler mich fragt, empfehle ich einen Wechsel. Bei uns wird er keine Chance mehr haben." Rückblickend bereute Kind die Verpflichtung Zielers im vergangenen Sommer vom VfB Stuttgart gar. "Wir hätten ihn gar nicht verpflichten dürfen damals", meinte er.

Kind: "Zieler muss damit umgehen"

"Wenn Spieler uns verlassen, sagen sie uns das auch nicht besonders feinfühlig", betonte Kind nun im SPORT1-Gespräch. "Zieler ist Profi und muss damit umgehen. Wir stellen die Gehaltszahlung jetzt nicht ein, er kann aber ablösefrei wechseln. Das ist doch selbstverständlich. Mein Interesse ist, dass wir Frieden und Ruhe haben und dass er eine ordentliche Perspektive hat. Ich habe nichts gegen Zieler. Es tut mir leid für den Jungen. Ich bin aber nicht für die sportlichen Entscheidungen verantwortlich."

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Vergangene Woche hatten die Niedersachsen mit der Rückkehr von Michael Esser ein klares Signal an Zieler gesendet. "Wir haben uns dazu entschieden, Michael Esser als unsere neue Nummer eins zu verpflichten", sagte Trainer Kenan Kocak. In den Augen der Hannoveraner Verantwortlichen waren Zielers Leistungen in der abgelaufenen Saison zu wechselhaft.

Zieler wisse "schon seit Saisonende, dass er nicht mehr die Nummer 1 sein wird", erklärte Kind. "Und das ist ausschließlich eine Entscheidung der sportlichen Leitung. Er kann doch nicht auf der Bank sitzen. Ich habe lediglich gesagt und dabei bleibe ich, dass ich ihm empfehle, er möge sich bemühen, woanders einen Verein zu finden, bei dem er die Nummer 1 sein kann. Sonst würde das nur Unruhe bringen und bei ihm Unzufriedenheit ohne Ende. Das kann man ihm gar nicht zumuten."

Der 31-jährige Zieler hatte im vergangenen Sommer in Hannover einen langfristigen Vertrag bis 2023 - plus einjähriger Option - unterschrieben. Sein Jahresgehalt soll bei 700.000 Euro liegen.

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