Kippen und Wodka Lemon: Baslers Sprüche-Feuerwerk
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In seiner Doppelpass-Kolumne wundert sich Mario Basler nicht über die explodierenden Transfersummen. Einen Typen wie er es als Profi war, bekomme man dafür aber nicht.

Hallo Fußball-Freunde,

gerade in diesen Tagen nach dem Coutinho-Deal ist wieder das Gejammere über die irren Transfersummen zu hören. Ich finde, wir brauchen uns nicht zu wundern. 

Das ist der Lauf der Zeit. Du kannst dich dagegen nicht wehren, außer die FIFA macht etwas dagegen.

Auch Uli Hoeneß wird irgendwann mal 100 Millionen Euro für einen neuen Spieler ausgeben müssen, wenn er mit dem FC Bayern weiter mithalten will.

Ob er dafür aber einen echten Typen bekommen wird, bezweifle ich. Die gibt es im Fußball heutzutage einfach nicht mehr so wie zu meiner Zeit in den Anfängen von SPORT1.

Es hat doch keiner mehr seine eigene Meinung. Keiner darf mehr etwas Falsches sagen. Ganz ehrlich: Diese Interviews nach den Spielen kann ich nicht mehr hören. Da erzählen sowieso alle denselben Mist. Da drehe ich lieber den Ton ab.

Ich kann doch wohl vor der Kamera sagen: "Wir haben heute scheiße gespielt." Stattdessen sagen die Spieler heute: "Der Gegner war besser." Bravo, ganz toll!

So wie ich war, das traut sich heute kein Spieler mehr. Die werden in Nachwuchsleistungszentren einkaserniert, regelrecht gezüchtet. Wenn mich jemand früher so eingesperrt hätte, ich wäre Tag und Nacht ausgebrochen.

Ich war mit Sicherheit kein Vorzeigeprofi. Ich habe sehr wenig, manchmal auch gar nicht trainiert. Aber ich hatte in meinem ganzen Leben noch nicht eine Zerrung oder einen Faserriss.

Ich habe zwar selten durchgespielt. Aber das lag daran, dass ich die Spiele bis zur 70. Minute schon entschieden hatte. 

Rückwirkend betrachtet würde ich jedenfalls zu 96 oder 97 Prozent alles noch mal so machen wie damals. 

Euer Mario Basler

Mario Basler zählt seit vielen Jahren zu den SPORT1-Experten. Zum 25-jährigen Bestehen des Senders schreibt er die Gastkolumne zur Jubiläumssendung des CHECK24 Doppelpass.

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