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Franz Beckenbauer's Neujahrs-  Karpfenessen
Anfang Januar zeigte sich Beckenbauer letztmals der Öffentlichkeit © Getty Images
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Die Fußball-Legende gibt nach der Herz-OP im Herbst 2017 Auskunft über seinen Gesundheitszustand. Auch über die Vorwürfe wegen der WM-Vergabe 2006 spricht er.

Fußball-Legende Franz Beckenbauer hat sich erstmals nach seiner Herz-Operation im November 2017 zu Wort gemeldet und Auskunft zu seinem Gesundheitszustand gegeben.

"Mir geht es gut. Meine Herzprobleme sind nach der Operation unter Kontrolle", sagte der 72-Jährige der Bild.

Tags zuvor hatte sich Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder besorgt über seinen Freund geäußert.

"Leider geht es ihm nicht ganz so gut. Die Sache mit der FIFA hat ihm wohl doch stark zugesetzt. Vielleicht wäre es besser gewesen zu reden als zu schweigen", so Schröder.

Beckenbauer, der wegen der Affäre um die WM-Vergabe 2006 weiterhin unter Druck steht, hat die schwere Zeit nach eigener Aussage dagegen abgehakt. "Ich bin mit mir im Reinen", so der Weltmeister-Coach von 1990, der angibt, dass er aktuell nur die "Wehwechen des Alters" zu beklagen habe.

Seit dem Eingriff im November, einer routinemäßigen Nach-Operation, nachdem Beckenbauer 2016 bei einer OP am offenen Herzen mehrere Bypässe gelegt bekam, war Beckenbauer kaum mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten.

Beckenbauer steht wegen der Korruptions-Vorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe der WM-Endrunde an Deutschland im Jahr 2000 in Zürich schwer unter Druck. Der ehemalige Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm hatte zuletzt auf dem SPOBIS in Düsseldorf gesagt: "Diese Affäre ist ein persönliches Desaster für Franz Beckenbauer. Man muss Grenzen, die gesetzt sind, auch einhalten."

Ungeklärt sind immer noch die Hintergründe der Überweisung von 6,7 Millionen Euro aus dem Jahr 2005 an den umstrittenen Katarer Mohamed Bin Hammam. 

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hofft immer noch darauf, die im Zuge der WM-Affäre verhängte Steuernachzahlung zurückzubekommen. Das Finanzamt Frankfurt hatte Ende Oktober 2017 entschieden, dass jene 6,7 Millionen Euro aus dem Jahr 2005, die der DFB als Betriebsausgabe für eine nie stattgefundene WM-Gala verbucht hatte, steuerlich "unzutreffend" behandelt worden seien - und verhängte eine Strafzahlung in Höhe von 19,2 Millionen Euro.

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