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Die Polizei fasste den Mann in Budapest © Getty Images
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Ein möglicher Whistleblower von Football Leaks ist in Budapest verhaftet worden. Der Portugiese wurde unter Hausarrest gestellt. Er soll ausgeliefert werden.

Die ungarische Polizei hat für den am Mittwochabend in Budapest festgenommenen mutmaßlichen Whistleblower der Enthüllungsplattform "Football Leaks" Hausarrest verhängt.

Das teilten die Anwälte des Beschuldigten am Freitag mit. Die portugiesischen Behörden streben die Auslieferung von Rui Pedro Goncalves Pinto an.

Dem 30 Jahre alten Portugiesen wird unter anderem "die unzulässige Aneignung und Verbreitung von Daten sowie versuchte Erpressung" vorgeworfen.

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Anwälte wollen Auslieferung verhindern

Pintos Anwälte bezeichneten ihren Mandaten als einen "wichtigen Teil" von "Football Leaks". Sie wollen die angestrebte Auslieferung nach Portugal verhindern.

David Deak, der ungarische Anwalt Pintos, teilte mit, dass die Anhörung zur Auslieferung innerhalb von 60 Tagen stattfinden müsse. Er rechne jedoch damit, dass sie bereits "innerhalb von 20 bis 40 Tagen" stattfinden werde. Bis dahin trägt Pinto eine Fußfessel mit einem GPS-Tracker und darf sein Haus nicht verlassen.

"Es ist sehr schwer, die Auslieferung an ein anderes EU-Mitglied zu verhindern. Wir werden unser Bestes geben, es trotzdem zu vermeiden", sagte Deak der Nachrichtenagentur AFP. Sein Mandant sei der Meinung, dass er "aus vielen Gründen" in Portugal kein faires Verfahren erhalten werde.

Laut portugiesischen Medienberichten soll Pinto ein IT-Experte aus Portos Vorort Vila Nova de Gaia sein und seit mehreren Jahren in Budapest leben.

Whistleblower erhielt offenbar zahlreiche Drohungen

Laut seinem französischen Anwalt William Bourdon habe Pinto in den vergangenen Jahren zahlreiche Drohungen aus der Welt des Fußballs erhalten. Etliche Leute hätten ihn "um jeden Preis" mundtot machen wollen. Die Plattform "Football Leaks" sorgt mit ihren Enthüllungen seit 2015 für Aufsehen im Weltfußball.

Darunter waren auch Berichte über Steuervergehen von Topstars wie Cristiano Ronaldo während seiner Zeit in Spanien beim Champions-League-Sieger Real Madrid. Im November gab es Berichte darüber, wie die Europäische Fußball-Union (UEFA) den Spitzenteams Paris St. Germain und Manchester City dabei geholfen habe, mit vorgetäuschten Sponsoreneinnahmen die Regeln des Financial Fair Plays (FFP) zu umgehen.

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