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München - Die Bundestrainer-Frage ist weiterhin offen. Doch ein wichtiges Detail scheint sich geklärt zu haben, denn Hansi Flick hat nicht vor, freiwillig zu gehen.

Kann sich der FC Bayern jetzt endlich sicher sein? 

Nach SPORT1-Informationen hat Hansi Flick nicht vor, beim FC Bayern um Freigabe für den vakanten Bundestrainer-Posten zu bitten. 

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Flick hat das Vertrauen der Bayern-Spieler 

Zur Erinnerung: Nur in diesem Fall wäre es überhaupt denkbar, dass sich die Wege des Erfolgstrainers und der Münchner trotz eines Vertrags bis 2023 ohne Ausstiegsklausel bereits in diesem Sommer trennen.

Zwar reizt Flick der Job des Bundestrainers, doch er hat nicht vor, von sich aus zu gehen – die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die Spieler folgen ihm blind, etlichen Frust-Stars hat er wieder zu Spielfreude und Topform verholfen (Thomas Müller, Jérôme Boateng). 

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Selbst Backup-Spieler wie Lucas Hernández ordnen sich unter und verbergen ihren Unmut über ihr Reservisten-Dasein und liefern ab, sobald sie zum Einsatz kommen.

Hinzukommt, dass Flick zu seinem Trainer- und Expertenteam eine ganz besondere Bindung hat. Seinen Co-Trainern (Toni Tapalovic, Danny Röhl) gibt er viel Freiraum, Team-Managerin Kathleen Krüger und das Ärzte-Team lobt er regelmäßig.

Verhältnis zwischen Flick und Salihamidzic auf wackligen Beinen

Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat sich stellvertretend für die Chefetage ins Zeug gelegt und Flick einmal mehr gesagt, dass er derzeit unersetzbar ist

Nicht zu vernachlässigen ist auch die Tatsache, dass Flick noch überhaupt keine Chance hatte, eine Symbiose mit den Bayern-Fans einzugehen. Niemand würde verstehen, würde er die Bayern plötzlich verlassen. Weder Flick, noch die Spieler, hatten bislang die Chance, das Sextuple gebührend zu feiern. Das will er nachholen und mit ihnen bestenfalls den erneuten Gewinn der Champions League bejubeln. 

Ein weiterer Punkt: Würde Flick im Sommer gehen, könnte das wie eine Flucht vor Hasan Salihamidzic aussehen. Trainer und Sportvorstand haben nach ihren Meinungsverschiedenheiten zwar öffentlich Burgfrieden geschlossen. Trotzdem steht ihr Verhältnis weiterhin auf wackeligen Beinen.

Vereinsintern sagt man: »Ein Liebespaar werden die beiden nicht mehr. Vereinsintern sagt man auch: »Ginge Flick, hätte Salihamidzic wohl nichts dagegen. Denn in diesem Fall würde er noch mächtiger und könnte sich den nächsten Trainer selbst aussuchen.

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Neuer Bundestrainer: Bierhoff sucht Rat bei Flick 

Nach SPORT1-Informationen weiß Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff durch seine zahlreichen Gespräche mit seinem Freund Flick, dass er aktuell nicht vorhat, um Freigabe für den DFB zu bitten. Ebenso soll Flick von ihm sogar danach gefragt worden sein, wer für ihn der passende Bundestrainer sein könnte.

Die Bayern-Bosse wollen Flick jedenfalls nicht ziehen lassen und er fühlt sich in München wohl. Äußern will er sich zur Bundestrainer-Frage dieser Tage nicht mehr. Er sagt, er habe alles gesagt. 

Trotzdem verzichten beide weiterhin auf ein klares Dementi. Bierhoff sagt nicht, dass Flick kein Bundestrainer wird. Flick sagt nicht, dass er es nicht werden will. Der Grund: Bierhoff wartet ab, ob sich bei Flick noch etwas ändert.

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Flick: Hält der Friedensgipfel mit Salihamidzic? 

Bekommt der Bayern-Trainer mehr Macht in Transferfragen? Genügt die Kader-Qualität, um in der nächsten Saison höchsten Bayern-Ansprüchen gerecht zu werden? Hält der Friedensgipfel mit Salihamidzic? Wird ihm der designierte Vorstandsboss Oliver Kahn genauso zur Seite springen wie Rummenigge, der Ende 2021 aufhört? 

Der SPORT1-Bayern-Podcast mit Jana Wosnitza und SPORT1 Chefreporter Florian Plettenberg
SPORT1 startet den neuen Bayern-Podcast mit Jana Wosnitza und SPORT1 Chefreporter Florian Plettenberg © SPORT1-Grafik: Imago/SPORT1

Offene Fragen, die sich jetzt noch nicht beantworten lassen und deren Entwicklung Flick abwartet. Deshalb setzt Bierhoff bei seiner Wunschlösung (Flick) auf Zeit und wartet ab.

Bleibt Flick am Ende, wie zu erwarten ist, in München, kann er immer noch auf seine zuletzt hochgelobten "internen Lösungen" zurückgreifen und Stefan Kuntz (U21) befördern

Weitere Hintergründe zur Bundestrainer-Suche erfahrt ihr im neuen SPORT1-Podcast "Meine Bayern-Woche"!

Dort spricht SPORT1-Chefreporter Florian Plettenberg mit SPORT1-Moderatorin Jana Wosnitza über die Themen und News der Woche beim FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft. Ab sofort immer freitags: In der zweiten Folge interviewt "Plettigoal" zudem Stefan Backs. Der Spielerberater spricht offen wie nie über den Bayern-Wechsel von Alexander Nübel und klärt auf, warum er seinen Klienten verleihen möchte. Ein Real-Madrid-Insider gibt seine Einschätzung zu Lucas Vázquez ab. Der SPORT1-Podcast "Meine Bayern-Woche" ist auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App und auf den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Deezer und Podigee abrufbar.

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