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München - Am Rande des Spiels zwischen Bayern und Leipzig wird sich nach SPORT1-Informationen Uli Hoeneß mit dem RB-Boss treffen. Es geht um eine Kooperation. Hoeneß bestätigt Gespräche.

Das letzte Mal saßen sie während eines Freundschaftsspiels nebeneinander auf der Tribüne. Bei ihrem nächsten Treffen geht es um die Vormachtstellung in der Bundesliga. 

Bayern-Präsident Uli Hoeneß und RB-Boss Dietrich Mateschitz - am 21. Dezember kommt es zum Gipfel-Treffen der Fußball-Bosse. 

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Hoeneß soll den mächtigen Patriarchen von Red Bull zum Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig (Mi., 21.12. ab 19.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) persönlich eingeladen haben. 

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Hoeneß will Mateschitz ins Boot holen

Auf dem Platz geht es am letzten Spieltag des Jahres um die Herbstmeisterschaft. Hinter den Kulissen wird womöglich ein richtungsweisender Deal für die Zukunft eingefädelt. 

Die Bayern und RB wollen gemeinsame Sache machen. 

Geplant ist der Bau einer neuen Mega-Halle in München. Sie soll die neue Heimspielstätte der Bayern-Basketballer und der Eishockey-Cracks des EHC Red Bull München werden. Zwei Sportarten vereint unter einem Dach.

"Der Tote liegt nicht mehr im Sarg. Wir sind in Gesprächen", sagte Hoeneß der Bild: "Die Situation wird noch mal neu diskutiert. Alles andere kann ich noch nicht sagen."

Bislang hängt dieses Projekt an einer soliden Finanzierung. Noch im September hatte Basketball-Fan Hoeneß in seinem ersten Interview nach seiner Haftentlassung bei SPORT1 gesagt: "Es wird sicherlich nicht passieren, dass der FC Bayern eine Halle bauen kann, dafür fehlen uns die Mittel. Was in der Sache Red-Bull-Arena oder Basketball/Eishockeyhalle möglich ist, muss erst geprüft werden. Man muss die Probleme in Ruhe angehen und schauen, was geht - und was nicht."

Verhandlungen über neue Halle

Nach SPORT1-Informationen kommt jetzt Bewegung in die Sache. Die neue Halle wird zur Chefsache, Hoeneß und Mateschitz wollen sich im Voraus des Liga-Krachers persönlich darüber austauschen.

Ende Februar hatten die Bayern bekannt gegeben, dass der Klub aus den Planungen für eine neue Multifunktionshalle im Olympiapark ausgestiegen sei und weiter im Audi Dome spiele. Gründe waren das "zu hohe wirtschaftliche Risiko" und "Überschneidungen im künftigen Spielbetrieb von Eishockey und Basketball", hatte der damalige Bayern-Präsident Karl Hopfner erklärt. Nach der Rückkehr von Hoeneß wird das Thema wieder heiß.

Hoeneß nimmt Mateschitz' Angebot an

Klar ist: Die Bayern wollen ein neues Areal nicht anmieten, sondern wenn kaufen. Allein stemmen können sie ein solches Projekt aber nicht, sie sind auf einen externen Geldgeber angewiesen. Dieser könnte Red Bull sein. Der Mega-Konzern aus Österreich investiert über die ganze Welt verteilt in großem Stil in Sportprojekte - warum nicht also auch in München? Dort sponsert das Unternehmen bislang nur den derzeitigen DEL-Spitzenreiter. 

Geht es nach den Vorstellungen der Bayern, dann soll Red Bull sein Engagement ausdehnen. Für den neu gewählten Bayern-Präsidenten ist das Basketball-Projekt seines Klubs eine Herzensangelegenheit. Genau deshalb will er Mateschitz mit ins Boot holen.

"Er hatte mir einen sehr netten Brief geschrieben, als ich aus dem Gefängnis kam, und mir gesagt, dass er zu jeder Zeit zu einem Gespräch bereit sei. Und den Ball habe ich aufgenommen", so Hoeneß.

Deal am Tag des Krachers?

Es hätte sicherlich eine besondere Note, wenn die großen Bosse ausgerechnet an jenem Tag einen Deal aushecken, an dem sich ihre Teams um die Bundesliga-Spitze duellieren.

Ob sich Mateschitz bei dieser Gelegenheit jedoch auch das Spitzenspiel zwischen Bayern und Leipzig am Abend im Stadion anschauen wird, ist eine ganz andere Frage. Der Milliardär weilt sonst so gut wie nie bei Auswärtsspielen seiner Mannschaften, erst recht nicht im Ausland. 

Das letzte Mal, als er Salzburg auf einem Trip in die Ferne begleitete, scheiterte sein Klub in der Champions-League-Qualifikation bei Schachtar Donezk. Im August 2007 war das. Damals war noch Giovanni Trapattoni Trainer.

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