Eberl: Ich kann die Ultras teilweise verstehen
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Gladbachs Manager Max Eberl kann einige Ansichten der Ultras nachvollziehen und kritisiert die Eventisierung. Zudem erklärt er die Bobadilla-Verpflichtung.

Bei ihrem Kampf gegen die Kommerzialisierung im Fußball erhält die Ultra-Bewegung einen prominenten Unterstützer. Der Manager von Borussia Mönchengladbach, Max Eberl, zeigte im SPORT1-Interview teilweise Verständnis für die Ultras.

"Beim großen Thema Kommerzialisierung gibt es den ein oder anderen Aspekt, den man nachvollziehen kann", sagte Eberl. Vor allem die Eventisierung sieht er kritisch: "Man kann daürber diskutieren, ob Halbzeitevents passieren sollen. In anderen Ländern und in anderen Sportarten ist das üblich. In Deutschland ist es das eben nicht, da möchte man lieber ein Fußballspiel sehen." Daher könne er solche Diskussionen nachvollziehen.

"Pyrotechnik akzeptieren wir nicht"

Forderungen nach Pyrotechnik erteilt Eberl jedoch eine klare Absage: "Pyrotechnik akzeptieren wir ungern und werden wir am Ende auch nicht akzeptieren." Das gleiche gilt für die vermehrte Gewalt im Stadion: "Klar können wir Gewalt im Stadion nicht akzeptieren."

Dennoch befürwortet der 44-Jährige Gespräche mit den jeweiligen Vertretern. "Über all das muss gesprochen werden. Man muss die Gegenseite verstehen, man möchte sie verstehen", so Eberl zu SPORT1: "Man möchte auch gern einen Konsens finden. Um den Fußball, der in Deutschland so großartig gelebt wird, nicht in ein schlechtes Licht zu rücken."

"Bobadilla ist eine spannende Lösung"

Der Borussia-Manager gab bei SPORT1 auch einen Einblick in die Personalplanung und erklärte die Verpflichtung von Raul Bobadilla. "Wir wollten jemand, der schnell ankommt und akzeptiert, dass es drei Offensivspieler vor ihm gibt", sagte Eberl: "Da ist Bobadilla eine gute und spannende Lösung. Er kann uns in engen Spielen helfen, die Partie zu drehen."

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