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Der ehemalige Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger sieht Schwächen beim FC Bayern. Dortmund rechnet er gute Chancen auf die Meisterschaft aus.

Der frühere Sportdirektor des FC Bayern, Christian Nerlinger, hat erhebliche Probleme beim Rekordmeister ausgemacht. 

"Du kannst im Moment alles auseinander nehmen. Es gibt Abstimmungsprobleme im Defensivbereich und es gibt Probleme im Angriff bei der Durchschlagskraft", sagte Nerlinger im CHECK24 Doppelpass. "Das ist ein grundsätzliches Problem, das die Bayern in den Griff bekommen müssen."

"Ancelotti nicht abschreiben"

Kritik am Trainer hält Nerlinger jedoch für zu verfrüht. "Carlo Ancelotti würde ich nicht abschreiben. Er kann genauso den Schalter umlegen", sagte er. "Und dann sitzen wir hier und rollen dem Grandseigneur den roten Teppich aus."

Borussia Dortmund ist für den früheren Ex-BVB-Star in dieser Saison ein heißer Titelanwärter. "Ich habe den BVB komplett auf der Rechnung für die Deutsche Meisterschaft", sagte Nerlinger und zollte Trainer Peter Bosz ein Lob.

Nerlinger: "Bosz macht das hervorragend"

"Es war keine leichte Aufgabe nach Thomas Tuchel, diese Aufgabe zu übernehmen", sagte Nerlinger. "Bosz macht das hervorragend. Man sieht seine taktische Handschrift und er hat einen sehr guten Zugang zu den Spielern."

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Auch Hoffenheims Sportdirektor Alexander Rosen rechnet mit einem engeren Zweikampf im Titelrennen. "Es sieht so aus, dass sich ein Zweiter etablieren kann neben Bayern", sagte Rosen. "Ganz außergewöhnlich, was Dortmund in diesen ersten Spielen leistet."

Hartmann: Beim BVB hat Watzke den Hut auf

Für Ex-Moderator Waldemar Hartmann liegt der derzeitige Erfolg des BVB in der klaren Führungstruktur des Klubs. "Es gibt nur einen, der den Hut auf hat und die Entscheidungen trifft", sagte Hartmann und spielte auf Hans-Joachim Watzke an.

Derweil lobte SPORT1-Experte Marcel Reif die BVB-Verantwortlichen für den Umgang mit konfliktträchtigen Themen wie dem Streik von Ousmane Dembele und dem zwischenzeitlichen Wechselwunsch von Pierre-Emerick Aubameyang. "Dort hat man eine Krise weggemanagt, ehe sie entstanden ist", sagte Reif.

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