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© SPORT1-Grafik: Davina Knigge/ Getty Images/ Imago
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München - Stuttgarts Sportvorstand Michael Reschke bestätigt bei SPORT1, dass der VfB darüber nachdenkt, die zweite Mannschaft abzumelden. Er erklärt die Bedeutung der Nachwuchsarbeit.

Die Nachricht, dass der VfB Stuttgart darüber nachdenkt, zur kommenden Saison seine zweite Mannschaft aus der Regionalliga Südwest abzumelden, hat im Umfeld des VfB für Aufregung gesorgt. 

Bei SPORT1 bestätigt VfB-Sportvorstand Michael Reschke die Pläne, weist aber daraufhin, dass noch nichts beschlossen sei.

"Eine finale Entscheidung darüber, welche Bedeutung die zweite Mannschaft besitzt, ist noch nicht gefallen", sagt Reschke. Im Januar soll es soweit sein.

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Die Stuttgarter Zeitung hatte am Samstag berichtet, dass eine endgültige Entscheidung noch von Präsident Wolfgang Dietrich abhängig sei, der sie erst absegnen müsse.

Auch in Leverkusen Reserveteam zurückgezogen

Reschke, der erst seit August 2017 als Sportvorstand beim VfB tätig ist, hatte bereits 2014 bei Bayer Leverkusen das Reserveteam zurückgezogen.

Der ehemalige Technische Direktor des FC Bayern sieht die Teams der U19 und U17 tendenziell als wichtiger im Hinblick auf die Nachwuchsförderung an.

"Die Nachwuchsarbeit ist für den VfB von überragend wichtiger Bedeutung. Speziell die individuelle und gezielte Förderung unserer Toptalente genießt hohe Priorität. Die Nachwuchsarbeit und "die optimale Förderung" der talentiertesten U19 und U17-Junioren sei da "die größte Herausforderung", sagt der 60-Jährige. 

Optimale Förderung als Ziel

In dem Zusammenhang kann der heutige Sportdirektor von RB Leipzig, Ralf Rangnick genannt werden. Der 59-Jährige arbeitete von 1985 bis 1987 als Trainer bei den VfB-Amateuren, von 1990 bis 1994 bei Stuttgarts Junioren und war von 1999 bis 2001 Cheftrainer des VfB-Profis. (Immer Montags: Regionnalliga LIVE im TV auf SPORT1)

Rangnick stand seinerzeit für die hervorragende Jugendarbeit bei den Schwaben. Bei RB meldete er im Februar 2017 die zweite Mannschaft ab und strukturierte den RB-Nachwuchs neu.

U23 kein Sprungbrett mehr?

Wie SPORT1 weiß, wird als Grund für den geplanten Rückzug der zweiten Mannschaft in Stuttgart auch die allgemeine Entwicklung der U23 herangeführt. "Die Zeiten haben sich eben geändert", meint Reschke.

Die zweite Mannschaft dient bei vielen Klubs nicht mehr als Sprungbrett zur Profimannschaft, eher als Rehabilitationsteam für langzeitverletzte Bundesligaspieler.

Die VfB-Anhänger sehen Reschkes Plan teils mit Verständnis, teils kritisch. Denn viele Talente haben sich über die Reserve in den Fokus der Profis gespielt. "Es ist das natürliche Recht der VfB-Fans sich Gedanken über Ihren Klub zu machen", so Reschke.

In der Regionalliga Südwest spielt der VfB II in diesem Jahr unter Trainer Andreas Hinkel eine gute Saison und steht auf Rang acht. Am Samstag kassierten die Stuttgarter allerdings eine 0:5-Klatsche beim 1. FC Saarbrücken.

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