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Fredi Bobic war mit der Leistung der Schiedsrichter im Spiel gegen Bayern nicht zufrieden © Getty Images
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Fredi Bobic erhebt nach der Niederlage gegen Bayern schwere Vorwürfe gegen den Schiedsrichter. Nach Meinung des Eintracht-Sportdirektors wird München bevorzugt.

Schiedsrichter Harm Osmers hatte beim hitzigen und umkämpften Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern München (0:1) alle Hände voll zu tun.

In der Betrachtung der unterlegenen Hessen stellte der zugunsten von Marius Wolf zurückgenommene Platzverweis jedoch nur einen Nebenaspekt dar. Die Verantwortlichen der Frankfurter kritisierten den Unparteiischen für vermeintliche Fehlentscheidungen.

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Nach Meinung von Eintracht-Sportdirektor Fredi Bobic hätte Bayerns Arturo Vidal in gleich zwei Szenen vorzeitig des Feldes verwiesen werden müssen. 

"Es ist immer die Frage, wann der Videobeweis zum Einsatz kommt. Wäre er in der vierten Minute angewandt worden, dann wäre der Spieler (Vidal, Anm. d. Red.) nicht mehr auf dem Platz gewesen", sagte Bobic bei SPORT1.

Kovac war bei SPORT1 der gleichen Meldung: "Ich hätte mir gewünscht, dass man da mal richtig hinschaut."

"Ohrfeige für den Referee"

"Ich will nicht die ganze Zeit Leute vom Platz fliegen sehen. Aber Fakt ist, dass sich Marius Wolf super durch setzt und kurz vor dem Sechszehner klar gefoult wird. Mehr als Gelb geht nicht", sagte Bobic bei Sky zur Aktion Vidals in der 53. Minute, als der Chilene gegen Wolf das Beim stehen ließ und so zu Fall brachte. Der als Heißsporn bekannte Mittelfeldspieler war zuvor bereits verwarnt worden.

"Für mich war eine Gelbe Karte nicht möglich, weil der Spieler nicht in den Strafraum zieht, sondern parallel dazu läuft", rechtfertigte Osmers bei SPORT1 seine Entscheidung, Vidals Einsteigen gegen Wolf nicht mit einer Karte zu ahnden.

Bobic fügte seinen Worten süffisant hinzu: "Und die Ohrfeige für den Referee am Ende des Tages ist, dass ihn der Trainer eine Minute später auswechselt." Jupp Heynckes nahm Vidal in der 55. Minute vom Feld und brachte Corentin Tolisso.

Bobic spricht von klarem Bayern-Bonus

Die zweite Szene, die Bobic auf die Palme brachte, ereignete sich in der Anfangsphase der Partie. Nach einem ungenauen Zuspiel von Bayern-Keeper Tom Starke sah sich Vidal dazu gezwungen, Aymane Barkok mit einem Foulspiel zu stoppen. Der Eintracht-Spieler hätte eine gute Tormöglichkeit gehabt. Schiedsrichter Osmers wertete das Foul jedoch nicht als Verhinderung einer klaren Torchance.

Heynckes: "Schießen keine Raketen ab"

"Es kann nur Rot sein, weil es eine klare Torchance ist. Da fehlt mir dann der Videobeweis", konstatierte Bobic bei SPORT1.

Für ihn war es ein klarer Fall von Bayern-Bonus. "Es ist bei den Schiedsrichtern eine menschliche Geschichte. Sie werden es nie zugeben. Er hat das falsche Trikot an. Bei 17 anderen Bundesligisten wäre es Rot gewesen", schimpfte der 46-Jährige bei Sky.

Trainer Niko Kovac pflichtete ihm am Sky-Mikrofon bei: "Der Schiedsrichter hat grundsätzlich ordentlich gepfiffen, bis auf in den entscheidenden Szenen. Da hat er daneben gelegen."

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