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Stefan Ruthenbeck hat in Köln die Nachfolge des entlassenen Peter Stöger angetreten
Stefan Ruthenbeck ist beim 1. FC Köln erst mal Cheftrainer bis zum Saisonende. © Getty Images
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Der 1. FC Köln schöpft im Abstiegskampf durch den Derbysieg gegen Gladbach neue Hoffnung. Am Samstag kommt es zum Sechs-Punkte-Spiel beim Hamburger SV.

Mit der Euphorie des Derbysiegs gegen Borussia Mönchengladbach im Rücken richtete Stefan Ruthenbeck seinen Blick bereits auf die nächste Aufgabe.

"Wenn man Gladbach und Wolfsburg schlägt, dann kann man auch den HSV schlagen", sagte der Trainer des 1. FC Köln am Montag: "Wir waren schon abgestiegen. Totgesagt. Nichtskönner. Aber jetzt hat der HSV den Druck. Die sehen auch, was sich in Köln gerade entwickelt."

Nach dem hart erkämpften 2:1 (1:0) gegen Gladbach, dem zweiten Sieg in Serie, hat der FC plötzlich wieder Chancen auf den Klassenerhalt.

Gewinnt der FC auch am Samstag (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) beim Hamburger SV, würde er bis auf drei Punkte an den direkten Konkurrenten heranrücken.

Terodde avanciert zum Derbyhelden

"Eigentlich ist es Wahnsinn, mit neun Punkten aus 18 Spieltagen noch immer die Chance zu haben, an die anderen heranzukommen", sagte FC-Keeper Timo Horn: "Aber wir glauben daran. Wir wollen eine Einheit mit den Fans bilden und alles geben. Wenn der Funke jetzt nicht zündet, dann weiß ich nicht, wann er zünden soll."

Einen großen Anteil am Aufschwung der Kölner hat der vom VfB Stuttgart verpflichtete Simon Terodde, der mit seinem Last-Minute-Tor zum Derbyhelden avancierte.

"Er ist ein Typ, den wir gebraucht haben. Genau das, was wir wollten. Er arbeitet viel und macht auch Ansagen in der Kabine", sagte Ruthenbeck über seinen neuen Stürmer: "Wenn er dann noch die entscheidenden Tore macht, ist das umso besser. Simon, das kann ich jetzt schon sagen, wird ein Volltreffer werden."

Terodde gelingt Volltreffer

Ein solcher Volltreffer war dem vom VfB verpflichteten Terodde in der fünften Minute der Nachspielzeit gelungen. Nach einer Flanke des oftmals kritisierten Konstantin Rausch war der Stürmer per Kopf zur Stelle und versetzte die Fans des Tabellenletzten in Ekstase.

Trotz des zweiten Sieges in Folge muss sich der FC vor allem spielerisch steigern. Deshalb schlägt der Klub möglicherweise nochmals auf dem Transfermarkt zu.

Von OGC Nizza soll der französische U21-Nationalspieler Vincent Koziello kommen, der bereits am Geißbockheim gesichtet wurde und nach bestandenem Medizincheck einen Viereinhalbjahresvertrag unterzeichnen soll - wohlgemerkt mit Gültigkeit für die 2. Bundesliga.

Bei aller Euphorie über den Erfolg gegen Gladbach ermahnte Ruthenbeck seine Spieler, jetzt nicht abzuheben. "Wir müssen uns alle steigern, um unsere Ziele zu erreichen. Wir brauchen Siege! Wir wollen Siege!", sagte er.

"Wir haben jetzt das erste von 17 Endspielen gewonnen - es kommen aber noch 16 weitere."

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