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Frankfurts Kevin-Prince Boateng (l.) im Zweikampf mit Divock Origi
Frankfurts Kevin-Prince Boateng (l.) im Zweikampf mit Divock Origi © Getty Images
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Wolfsburg - Eintracht Frankfurt setzt sich beim VfL Wolfsburg durch. Die Mannschaft von Niko Kovac darf sich weiter Hoffnungen auf die Teilnahme am Europapokal machen.

Mit einem Jubiläumserfolg Richtung Europa: Dank seines 600. Bundesliga-Sieges mischt Eintracht Frankfurt im Kampf um einen internationalen Wettbewerb weiterhin kräftig mit.

Beim verdienten 3:1 (2:0) beim VfL Wolfsburg stellten die Hessen wieder einmal ihre Auswärtsstärke unter Beweis. (TICKER zum Nachlesen)

Die Niedersachsen hingegen kassierten die erste Heimniederlage unter Trainer Martin Schmidt, enttäuschten insbesondere in den ersten 45 Minuten auf der ganzen Linie und sind in dieser Verfassung ein Abstiegskandidat. Die 24.450 Zuschauer verabschiedeten die Platzherren schon zur Halbzeit mit einem Pfeifkonzert in die Kabine.

Haller aus der Drehung

Gleich die erste Torgelegenheit nutzte die Mannschaft von Coach Niko Kovac zur Führung.

Sebastien Haller löste sich in der 18. Minute von Marcel Tisserand und erzielte aus der Drehung seinen achten Saisontreffer.

Haller denkt auch schon über Europa nach: "Wir sind gut genug für Europa. Aber das sind viele Teams. Die Saison ist lang und wir müssen dieses Niveau halten. Aber natürlich haben wir das Potenzial", sagte er nach dem Spiel bei Sky.

Mit seinen Toren würde der 23-Jährige sein Team gerne ins internationale Geschäft schießen: "Ich bin sehr zufrieden mit meinen bisherigen acht Toren. Aber ich will natürlich noch mehr Treffer erzielen", meinte er.

Nur vier Minuten nach Hallers Führungstreffer schloss Timothy Chandler einen Konter mit einem wuchtigen Schuss unter die Querlatte erfolgreich ab. Für Wolfsburg reichte es durch einen von Maximilian Arnold verwandelten Freistoß (66.) nur noch zum Anschlusstor. 

Die letzten Zweifel am Auswärtssieg beseitigte Luka Jovic (85.). Es war die gnadenlose Frankfurter Effektivität, die für die Entscheidung sorgte.

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Wolfsburg selten gefährlich

Wolfsburg wirkte nach dem schnellen Rückstand über weite Strecken desorientiert, war gedanklich zu langsam und kam vor dem Seitenwechsel nur ein einziges Mal zu einer nennenswerten Einschussmöglichkeit: Yunus Malli scheiterte aus zehn Metern Entfernung an Eintracht-Torhüter Lukas Hradecky (12.). (DATEN: Tabelle der Bundesliga)

Schmidt ersetzte zu Wiederbeginn Josip Brekalo durch den Schweizer Neuzugang Renato Steffen, doch am Spielverlauf änderte sich durch diesen Wechsel wenig.

Dank geschickter Raumaufteilung der Frankfurter blieben die VfL-Spieler in den Zweikämpfen zumeist zweiter Sieger.

Und obwohl sich das Geschehen überwiegend in der Hälfte der Eintracht abspielte, wurde es vor dem Tor der Gäste höchst selten gefährlich.

Hradecky muss sich warm halten

Es dauerte bis zur 54. Minute, ehe VfL-Torjäger Divock Origi von der Strafraumgrenze knapp am rechten Torpfosten vorbeischoss.

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Bezeichnend war in dieser Phase, dass Gästekeeper Hradecky intensive Aufwärmübungen absolvieren musste, um bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nicht zu sehr auszukühlen.

Schmidt forderte seine Schützlinge leidenschaftlich zu mehr Offensivdrang auf, eine Botschaft, die aber erst nach dem 1:2 durch Arnolds fulminanten Freistoßtreffer von der Strafraumkante beim VfL ankam.

Um dem Spiel noch mal eine Wende zu geben, war das aber letztlich zu wenig.

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