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Crvena Zvezda v 1. FC Koeln - UEFA Europa League
Der 1. FC Köln ist mit dem jüngsten Verhalten seiner Ultra-Fans nicht einverstanden © Getty Images
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Der 1. FC Köln äußert nach diversen Gewalt-Exzessen von FC-Fans bei den Auswärtsspielen in Hamburg und Frankfurt harte Kritik an den eigenen Ultras.

Vor dem Heimspiel gegen Hannover 96 am Samstag (15.30 Uhr im LIVETICKER auf SPORT1) ist das Verhältnis zwischen 1. FC Köln und seinen Ultras weiter abgekühlt. In einem siebenseitigen offen Brief rechnet der Klub am Mittwoch mit seiner radikalen Fanszene ab.

Die jüngsten Vorfälle bei den Auswärtsspielen beim Hamburger SV und Eintracht Frankfurt, als große Teile der aktiven FC-Fanszene wegen Gewaltvergehen festgesetzt wurden, haben das Fass offenbar zum Überlaufen gebracht.

Das Kölner Präsidium, Geschäftsführung, Aufsichtsrat, Beirat sowie Teile des Mitgliederrats des Tabellenletzten schlagen Alarm.

"Kampagne gegen Mitarbeiter und den Vorstand"

"Von einer vereinten Anhängerschaft kann keine Rede mehr sein. An diesem Punkt erinnert uns zu vieles an die dunkle Phase 2012. Die Spaltung gibt es nicht, weil der 1. FC Köln sie will, sondern weil ein Teil der Ultra-Gruppen auf Einigkeit keinen Wert mehr legt", heißt es in dem auf der FC-Homepage veröffentlichen Schreiben.

Der Klub kritisiert zudem "eine Kampagne gegen Mitarbeiter und den Vorstand des FC": "Ultra-Vertreter haben Mitarbeiter und Offizielle des FC zuletzt mehrfach beleidigt und bedroht. Ordner und sogar Fans, die sich nicht wie von den Ultras gewünscht verhalten, wurden tätlich angegriffen."

Weiter heißt es: "Das Verhalten der Ultra-Gruppen legt die Vermutung nahe, die Südkurve im Stadion gehöre den Ultras, die dort nicht nur den Ton angeben, sondern auch die Regeln vorgeben. Dies ist ein fundamentaler Irrtum."

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