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Naby Keita traf mit Glück gegen den FC Augsburg
Naby Keita traf mit Glück gegen den FC Augsburg © Getty Images
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Leipzig - RB Leipzig setzt sich zum Auftakt des 22. Spieltags souverän gegen den FC Augsburg durch und feiert ein Tor-Jubiläum. Damit klettert RB in der Tabelle.

Vizemeister RB Leipzig hat auch durch ein Jubiläums- und ein Glückstor zumindest vorübergehend den zweiten Platz in der Bundesliga zurückerobert. (Die Tabelle der Bundesliga)

Der Begriff "Bayern-Jäger" war Trainer Ralph Hasenhüttl dann aber doch etwas zu hoch gegriffen.

"Wenn man mit 15 Punkten Rückstand noch ein Bayern-Jäger ist, dann kann man das so sagen, aber für uns ist eher wichtig, dass wir das zweite Spiel nacheinander gewonnen haben und uns im Kampf um die Champions League in eine gute Position gebracht", sagte der RB-Coach nach dem verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den FC Augsburg bei SPORT1. (Ergebnisse/Spielplan der Bundesliga)

RB tankt Selbstvertrauen für Neapel

Die Sachsen feierten zugleich eine gelungene Generalprobe für das Sechzehntelfinale in der UEFA Europa League am kommenden Donnerstag beim italienischen Meisterschaftsanwärter SSC Neapel (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1). "Unser Ziel ist es, dort ein gutes Ergebnis zu schaffen. Wir haben zweimal in Folge zu null gespielt, jetzt hoffe ich, dass das so bleibt", blickte Hasenhüttl voraus.

"Wir wissen, dass es eine schwierige Aufgabe ist, aber nach den beiden Siegen können wir mit breiter Brust nach Neapel fahren", sagte Lukas Klostermann zu SPORT1. Kevin Kampl ergänzte: "Wir werden mit Mut dahin fahren und unser Ding machen."

Abwehrspieler Dayot Upamecano gelang in der 17. Minute die Führung und das insgesamt 100. Bundesligator der Gastgeber, die zum dritten Mal in Folge ohne Niederlage blieben. Der Franzose, der sein erstes Bundesligator erzielte, ist mit 19 Jahren und 105 Tagen der jüngste Torschütze in Leipzigs Bundesligahistorie.

RB-Stürmer Yussuf Poulsen ist zu Gast im CHECK24 Doppelpass am Sonntag, ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1.

Keita trifft dank Ex-Salzburger

Upamecano löste den Schotten Oliver Burke ab, der 19 Jahre und 171 alt war. Der künftige Liverpooler Naby Keita (70.), nach dessen Freistoß der Ball vom früheren Salzburger Martin Hinteregger unhaltbar abgefälscht wurde, sorgte dann mit seinem vierten Saisontreffer für die Entscheidung.

Augsburg blieb auch in seinem 13. Freitagsspiel in Folge sieglos und verpasste es im Kampf um einen Europa-League-Platz vorzulegen. Leipzig, das die Begegnung jederzeit dominierte, blieb dagegen auch bei seinem sechsten Ligaauftritt an einem Freitag ungeschlagen.

"Wir waren relativ gut im Spiel, aber unter dem Strich ist der Sieg der Leipziger in Ordnung", sagte der Augsburger und früher Leipziger Rani Khedira nach dem Schluspfiff.

Leipzig dominiert - FCA fehlen die Mittel

11:3 Torschüsse vor der Pause dokumentierten die Überlegenheit der Leipziger, die verdientermaßen zur Führung kamen. Upamecano war im Nachschuss zur Stelle, nachdem zuvor FCA-Torwart Marwin Hitz gegen Yussuf Poulsen glänzend reagiert hatte. Nationalspieler Timo Werner, gegen den die FCA-Defensive kein Mittel fand, hatte im ersten Durchgang weitere gute Möglichkeiten für die Hausherren.

Augsburg wartete vor 34.286 Zuschauern bei leichtem Schneetreiben auf Konterchancen und hätte durch Michael Gregoritsch, der im Hinspiel den 1:0-Siegtreffer für die bayrischen Schwaben erzielt hatte, zum Erfolg kommen können.

RB-Duo fällt kurzfristig aus

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl musste kurzfristig die beiden Stammspieler Marcel Sabitzer und Diego Demme ersetzen, die jeweils wegen einer Erkältung nicht im Kader standen. Ihr Startdebüt in diesem Jahr feiern dafür Poulsen an der Seite von Torjäger Werner und Stefan Ilsanker, der gemeinsam mit Naby Keita den defensiven Part im Mittelfeld übernahm.

Bei den Gästen stand der ehemalige Leipziger Rani Khedira nach seiner Gelbsperre wieder in der Startelf. Daniel Baier, der beim 1:0 im Hinspiel mit einer obszönen Geste in Richtung von Hasenhüttl für einen Skandal gesorgt hatte, führte die Bayern auch in Sachsen als Kapitän auf das Feld. Die Dissonanzen mit dem Leipziger Coach sind schon lange ausgeräumt, sodass dieses Thema beim Rückspiel keine Rolle mehr spielte.

Khedira und Baier peitschten nach der Pause ihr Team vorbildlich nach vorne, aber Leipzig ließ in der eigenen Gefahrenzone nur wenig zu. Poulsen, Bruma sowie Werner hätten den Sack frühzeitig zumachen müssen. Keita machte es dann besser. Anschließend traf Kevin Kampl ebenfalls per Freistoß noch die Latte (79.).

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