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Hansi Flick (l.) hat in Hoffenheim einen Vertrag bis 2022
Hansi Flick (l.) hat in Hoffenheim einen Vertrag bis 2022 © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/Imago
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München - Geschäftsführer Hansi Flick steht bei der TSG Hoffenheim nach SPORT1-Informationen vor dem Aus. In Kürze wird mit einer offiziellen Mitteilung gerechnet.

Die Trennung von Geschäftsführer Hansi Flick bei der TSG Hoffenheim steht offenbar kurz bevor.

Das erfuhr SPORT1 am Donnerstag aus dem Umfeld des Klubs. Anfang kommender Woche soll es eine entsprechende Mitteilung des Bundesligisten dazu geben.

Flick ist aktuell noch im Urlaub, es geht aber wohl nur noch um die Modalitäten der Vertragsauflösung.  

Grund für das Aus nach nur sieben Monaten ist ein Zerwürfnis mit Mäzen und Gönner Dietmar Hopp.

Flick vor dem Aus in Hoffenheim

Hoffenheim dementiert Machtkampf

Auf der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Spiel am Samstag gegen Mainz hielt sich der Klub bedeckt.

"Es gab ein Treffen zwischen Hansi Flick und Dietmar Hopp, das ist aber nichts Unübliches", sagte Pressesprecher Holger Kliem: "Hansi Flick ist jetzt im Urlaub. Das ist der Stand, der ist ja auch bekannt. Da braucht man weder nach vorne noch nach hinten schauen."

Bislang hatten Hopp ("Das entbehrt jeder Grundlage") und der Verein die übereinstimmenden Meldungen von SPORT1 und anderen Medien dementiert.

"Von einem Machtkampf bei der TSG Hoffenheim kann keine Rede sein. Die aktuelle Berichterstattung ist höchst erstaunlich. Begonnen hat es damit, dass einige Spieler angeblich nicht mehr hinter Julian Nagelsmann stehen. Das entbehrte jeder Grundlage. Jetzt die Sache mit dem Streit um Herrn Flick", hatte Vereinspräsident Peter Hofmann am Mittwoch SPORT1 gesagt.

Doch nun kann es doch ganz schnell gehen mit der Trennung. Flick, der erst am 1. Juli 2017 als Geschäftsführer Sport bei der TSG vorgestellt und mit einem Vertrag bis 2022 ausgestattet worden war, wollte einiges im Klub ändern.

Schwerer Streit mit Mäzen Hopp

Bei einem Gespräch Ende Januar soll es zu einem schweren Streit zwischen Flick und Hopp gekommen sein. Grund dafür sollen von Flick angestrebte strukturelle und personelle Änderungen im Verein gewesen sein.

Seit dem Streit soll der ehemalige Assistent von Bundestrainer Joachim Löw an keinem offiziellen Termin mehr teilgenommen haben.

Nagelsmann: Keine Risse zwischen Team und Trainer

Trainer Julian Nagelsmann wollte sich am Donnerstag auf der Pressekonferenz nicht zur Unruhe um Flick äußern.

"Ich bin der Trainer und kümmere mich um das Team", sagte Nagelsmann.

Vermeintliche Risse zwischen ihn und den Spielern dementierte Nagelsmann nachdrücklich: "Ich denke, dass die Mannschaft zuletzt in Berlin diese angeblichen Risse eindrucksvoll widerlegt hat. Die Spieler wollten beweisen, dass sie für mich ebenso alles geben wie ich für sie."

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